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Unterhaltung: „Applaus, Applaus, Applaus!“: 40 Jahre Muppets im deutschen Fernsehen

Am 3. Dezember 1977, vor 40 Jahren, strahlte das ZDF die erste Folge der Muppet Show aus. Das Format wurde ein Riesenerfolg. Aus diesem Anlass: Das verrückte Puppen-Universum, durchbuchstabiert von A bis Z.
So kennen ihn die Zuschauer: Kermit der Frosch mit großer Klappe Foto: Mick Tsikas (AAP) So kennen ihn die Zuschauer: Kermit der Frosch mit großer Klappe

Animal („Tier“): Der anarchische Schlagzeuger der Muppet-Band ist furchterregend unbeherrscht. Begnadeter Musiker, hat er doch seine Leidenschaft nicht im Griff – eben ein Tier... Der Überlieferung zufolge wurde Muppets-Macher Jim Henson durch „The Who“-Drummer Keith Moon inspiriert.

 

Beaker (engl. für Becherglas): Der wimmernde Assistent des Muppet-Labors („mimimimimi“) ist ein weiterer absoluter Publikumsheld. Sein fransiger Rotschopf und seine stets weit aufgerissenen Augen machen zu jedem Zeitpunkt klar: Hier wird niemals ein Experiment gelingen.

 

Chewbacca: Der haarige Wookie-Pilot aus dem „Krieg der Sterne“ hatte einen Gastauftritt bei „Schweine im Weltall“. Er steht stellvertretend für Dutzende XXL-Promis aus dem „echten Leben“ – die der Show Glamour und stets wechselnde Klangfarben gaben.

Die Titelmelodie zum Mitsingen

„Jetzt tanzen alle Puppen, macht auf der Bühne Licht. Macht Musik, bis der Schuppen wackelt und zusammenbricht! Schmeißt euch in Frack und Fummel und Vorhang auf, hallo! Freut euch auf Spaß

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Dänischer Koch: Der freigeistige Nerd mit der hohen weißen Mütze („Smörebröd, smörebröd, römpömpömpöm“) garantiert tief fliegende Holzlöffel und Zutaten; allerdings nichts weiter. Er verwechselt sogar Mousse au Chocolate mit Schoko-Elch (englisch „moose“). Schmeckt’s denn? – besser nicht fragen.

 

Erstausstrahlung: im Advent 1977. Endlich gab es in Deutschland wieder was zu lachen. Eine Diskussion über den nötigen Ernst brach trotzdem los. Siehe auch: Sam, der Adler.

 

Fozzie Bear: Ein zotteliger Sympath, orangebraun, freundlich, beliebt und mit Hut – aber als Komiker irgendwie nicht zu gebrauchen...

 

Gonzo der Große: pannenanfälliger Stuntman und Trompeter der Truppe, immer blau und mit krummer Nase. Ein einziges Mal, zusammen mit Monty-Python-Frontmann John Cleese, bekommt Gonzo einen geraden Ton heraus.

 

Henson: Der US-Muppet-Schöpfer Jim Henson und der britische Puppenspieler Frank Oz haben sich mit ihrem Universum übermütiger pelziger Figuren ein Denkmal gesetzt. Henson hielt Oz gar für den „größten Puppenspieler der Welt“.

 

„In der Tierklinik“: Der Chefarzt im chaotischen Muppet-OP war nie verlegen um den finalen Kalauer. Und so endeten die Sketche auch stets mit der Aufforderung: „Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn Sie Dr. Bob sagen hören wollen: ...“

 

„Jetzt tanzen alle Puppen“: Die Titelmelodie von Jim Henson verspricht die sensationellteste, fabelhaftelteste, blödelhaftelteste, muppetionelteste aller Shows! Ein hoher Anspruch.

 

Kermit der Frosch: das Multitalent – Frontmann und Muppet-Moderator, Promi-Gastgeber, ungeduldiger Lenker des Chaos hinter den Kulissen und gleichzeitig regelmäßiger Performer mit Liedern und Sketchen, parallel auch in der Sesamstraße. Applaus, Applaus, Applaus!

 

Labor: Das „Muppet-Labor“ ist eine irre Probierstube, in der man sich lieber nicht aufhält. Ihr Leiter ist der augenfreie Dr. Honigtau Bunsenbrenner, eher einfalls- als erfolgreich. Unter seiner Ägide wird Gold zu Hüttenkäse. Siehe auch: Beaker.

 

Merchandising: so erfolgreich wie beispielgebend. Auf der Muppet-Welle zu surfen, bedeutete in den 80er Jahren, Millionen Dollar scheffeln zu können.

 

Nationales Erbe: Die Muppets-Originalpuppen haben den Amerikanischen Traum mit Erfolg geträumt. Sie befinden sich heute im legendären „Smithsonian’s“ in Washington – dem National Museum of American History.

 

Opas: Die galligen Kommentare der Rentner Waldorf & Statler aus ihrer Loge durften in keiner Folge fehlen. Ihr Sarkasmus bestärkte vor allem das konservative TV-Publikum – diesseits wie jenseits des Großen Teichs. Benannt nach den führenden Hotels von New York, gehören die Opis in die Kategorie heimliche Stars.

 

Piggie: Die ausladende Schweine-Diva Miss Piggie liebt Kermit den Frosch – was sie nicht davon abhält, ihn, wenn sie Bühnenfrust schiebt, auch mal kräftig zu vermöbeln. Ihr Pudel Foo-Foo, ein klassischer Sidekick, muss in ihrer Gegenwart verstummen.

 

Quiz: Wer sich muppetmäßig mal richtig durchchecken lassen will, findet im Web kompetente Quiz-Adressen, zum Beispiel hier: www.sporcle.com

 

Rowlf: Jim Hensons klavierspielender Hund ist einer der ältesten Muppets. Er trat schon 1963 in einem Werbespot für Tierfutter auf.

Sam: Der moralinsaure US-Adler mit einem zeitgeistigen Hang zur Zensur ist definitiv ein Langweiler – aber wenigstens steht er für etwas...

 

Tanz: Der „Ballsaal“ ist das Twitter unter den Muppet-Formaten. Hier tanzen bekannte Protagonisten durchs Bild – und tauschen Gags unter 140 Zeichen aus.

 

Ungeduld: machte sich breit, wenn der regnerische Sonntagnachmittag zu lang wurde, bis endlich die Puppen tanzten.

 

Varieté: Das Konzept der Muppet Show ist eine bunte Abfolge von Serials, Sketchen und varietéartigen Darbietungen. Der Einbau von prominenten Gäste-Talks und Comedy spiegelt auch Elemente der in den USA populären Late-Night-Shows wider.

 

Weltall: Die „Schweine im Weltall“ sind Legende – auch wenn sie gegenüber dem Vorbild „Star Trek“ doch deutlich abstinken.

 

Xylophon: Das „Muppaphone“, im Internet zu finden unter www.youtube.com imitiert den Tierschützer-Alptraum der Monty-Python-Mäuseohren aus den frühen 70er Jahren.

 

Youtube: Die Video-Plattform hat sie alle – die besten Muppet-Sketche im Westerham.

 

ZDF: Die 120 Muppet-Episoden wurden in mehr als 100 Ländern gesendet, in Deutschland im Zweiten Deutschen Fernsehen zwischen 1977 und 1981.

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