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Aufatmen an Rhein und Mosel: Das Hochwasser geht zurück

An Rhein und Mosel sinken die Pegelstände langsam. Für die Anlieger dürfte das Schlimmste überstanden sein. Auch die Schifffahrt läuft Stück für Stück wieder an.
Vom Hochwasser umspült steht in Köln eine Bank. Foto: Federico Gambarini Vom Hochwasser umspült steht in Köln eine Bank.

Köln/Koblenz (dpa) - Die Hochwasserlage an Rhein und Mosel hat sich weiter entspannt. Der höchste Stand des Rheins in Düsseldorf wurde mit 8,38 Metern gegen 1 Uhr in der Nacht zum Dienstag erreicht. In Köln ging das Wasser am Vormittag pro Stunde um ein bis zwei Zentimeter zurück.

In Koblenz, wo der Pegelstand am Morgen bei 7,18 Metern lag, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr: „Wir beginnen heute damit, einige Stege und Hochwasserschutzwände abzubauen.” Auf dem Oberrhein wurde die Schifffahrtssperre aufgehoben, auch auf der Mosel liefen Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Schifffahrt.

In Köln lag die Hochwassermarke um 5.00 Uhr bei 8,72 Metern. Für den Nachmittag wurden dort Wasserstände zwischen 8,37 und 8,66 Metern erwartet. Zwischen Mainz und Wiesbaden stand der Rhein in der Frühe bei 6,17 Metern, wie das Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz mitteilte. Das waren 20 Zentimeter weniger als noch am Montagmorgen.

Der Pegelstand der Mosel fiel in Trier unter die Sieben-Meter-Marke, wie das Hochwassermeldezentrum Mosel mitteilte. „Und wir rechnen damit, heute aus der Hochwassersituation herauszukommen”, sagte ein Sprecher. Schleusen sollten begutachtet werden, um den Abschnitt flussabwärts bis Koblenz für die Schifffahrt freizugeben, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt mitteilte.

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln gingen davon aus, dass die Pegelstände des Rheins in den kommenden Tagen noch schneller sinken könnten, da kein Regen mehr erwartet werde. Auch dort könnte die Schifffahrt dann wieder aufgenommen werden - nötig sei ein Pegelstand unter 8,30 Metern. Dieser Wert werde voraussichtlich in der Nacht zum Mittwoch erreicht.

Für die Landwirte waren die überfluteten Äcker und Weideflächen bisher kein größeres Problem. „Die Hauptwachstumsphase steht noch bevor, und in der Landwirtschaft herrscht Winterruhe”, sagte der Sprecher des Hessischen Bauernverbands, Bernd Weber.

(dpa)
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