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William und Catherine kommen zu Besuch nach Deutschland: Britische Charmeoffensive

In London macht man sich angesichts der Brexit-Querelen Sorgen um den Ruf des Landes im Ausland. Prinz William und Herzogin Catherine sollen für gut Wetter sorgen. Wichtiger als die beiden sind fast noch ihre Kinder.
Die Royals schauen vorbei: William und Catherine mit ihren Kindern Charlotte (links) und George. Foto: Yui Mok (PA Wire) Die Royals schauen vorbei: William und Catherine mit ihren Kindern Charlotte (links) und George.
London. 

Im vergangenen Jahr erfuhr die Britin Angela Gibbins, wie es so ist als Anti-Monarchistin auf der Insel. Sie verlor ihren Job als Managerin beim British Council, einer gemeinnützigen Einrichtung zur Förderung internationaler und kultureller Beziehungen. Sie hatte auf ihrem Facebook-Account dem kleinen Prinzen George eine „weiße Privilegierung“ vorgeworfen. Unter einem Foto des Mini-Royals meinte die Republikanerin, das „freche Grinsen“ sei dem „angeborenen Wissen“ geschuldet, dass er königlich, reich und überlegen sei und nie irgendwelche Probleme im Leben haben werde. Der Sturm der Entrüstung zog Kreise. Am Ende war sie ihre Arbeit los. Es war sozusagen Majestätsbeleidigung.

Die Episode sagt viel über die Popularität der jungen Royals aus, die bereits mit William, Herzogin Catherine (beide 35) sowie Prinz Harry groß war, mit den beiden Sprösslingen Prinz George und Prinzessin Charlotte aber immer weiter ansteigt.

George verzückt die Welt

Der knapp vier Jahre alte George, Dritter in der Thronfolge, wird eines Tages als Monarch das Staatsoberhaupt stellen. Gerade verzückt er noch mit seinen blonden Haaren, den traditionell kurzen Hosen und Kniestrümpfen royale Fans auf der ganzen Welt, wenn er in die Kameras lächelt oder in die Menge winkt.

Deshalb wird der Herzensbrecher im Dienste der Diplomatie nun mit seiner Schwester, der zweijährigen Prinzessin Charlotte, seine Eltern auf deren Reise nach Polen und Deutschland nächste Woche begleiten. Erst zum zweiten Mal ist die vierköpfige Familie zusammen unterwegs – seit dem ersten offiziellen Trip nach Kanada im vergangenen Herbst. Es geht vor allem um bedeutungsvolle Gesten und schöne Fotos. Die britische Presse betitelte die fünftägige Tour in Zeiten des Brexit denn auch gerne als „royale Charme-Offensive“.

Immerhin, das Ansehen der Insel auf dem Kontinent hat aufgrund des bevorstehenden Austritts aus der EU sowie des politischen Chaos in Westminster zuletzt gelitten. Der Herzog und die Herzogin von Cambridge sollen das Image wieder aufpolieren, auch wenn in Deutschland die Begeisterung über die britische Königsfamilie so ausgeprägt ist wie kaum in einem anderen Land.

Auf Wunsch Williams

Laut britischer Botschaft habe das Paar die Tour unbedingt machen wollen. So habe William während einer Visite 2016 in Düsseldorf seinen Wunsch mitgeteilt, nach Deutschland zurückzukehren. Im Anschluss an den Polen-Aufenthalt reist die Familie am Mittwoch, 19. Juli, nach Berlin, danach nach Heidelberg, wo William an einem Ruderboot-Rennen auf dem Neckar teilnimmt, sowie am Ende nach Hamburg. In der deutschen Hauptstadt werden sie dann Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier treffen sowie sozial benachteiligte Kinder im Stadtteil Marzahn und Betroffene von psychischen Erkrankungen. Das Projekt passt zu dem Paar, das sich seit geraumer Zeit zusammen mit Prinz Harry in der „Heads-Together“-Kampagne engagiert, die öffentlichkeitswirksam auf die Wichtigkeit hinweist, über psychische Probleme zu sprechen und die versucht, seelischen Erkrankungen das Stigma zu nehmen.

William hat sich zuletzt ungewöhnlich privat geäußert und zahlreiche Interviews gegeben, in denen er verriet, wie sehr ihn der Unfalltod seiner Mutter Diana belastet hat. Noch immer trage er den Schicksalsschlag in sich, könne aber mittlerweile offener und ehrlicher darüber reden. „Ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen“, so der Prinz.

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