Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

Familie bittet um Ruhe für den streitbaren 83-Jährigen: Dänisches Königshaus: Prinz Henrik ist dement

Der dänische Prinz Henrik hat im Sommer mit deutlichen Worten für Schlagzeilen gesorgt. Ungehörte Kritik an der Königin - die plötzlich aber einen ganz neuen Hintergrund bekommt.
Im Kreis der Familie: Prinz Henrik (2. von links) mit Sohn Kronprinz Frederik, seiner Ehefrau Königin Margrethe II., seiner Schwiegertochter Mary sowie vier Enkeln. Foto: Patrick van Katwijk (Dutch Photo Press) Im Kreis der Familie: Prinz Henrik (2. von links) mit Sohn Kronprinz Frederik, seiner Ehefrau Königin Margrethe II., seiner Schwiegertochter Mary sowie vier Enkeln.
Kopenhagen. 

Der Mann der dänischen Königin Margrethe (77) nimmt für gewöhnlich kein Blatt vor den Mund. Doch was Prinz Henrik im Sommer über seine Frau sagte, ist selbst für ihn ungewöhnlich heftig. „Sie macht aus mir einen Narren“, polterte der 83-Jährige. Die Königin respektiere ihn nicht. Jetzt erscheinen die Skandalaussagen in ganz neuem Licht: Henrik leidet unter Demenz.

„Die Diagnose beinhaltet eine Schwächung der kognitiven Funktionen des Prinzen“, erklärte das dänische Königshaus gestern. Die Erkrankung könne sein Verhalten und seine Reaktionen verändern, seine Urteilskraft und Gefühle beeinflussen – und so auch die Interaktion mit der Außenwelt.

Demenz, der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit, beeinträchtigt häufig nicht nur das Gedächtnis, sondern auch das zwischenmenschliche Verhalten. Meist sind Ältere über 85 Jahren betroffen – in Deutschland nach Zahlen der Alzheimer-Gesellschaft etwa 1,6 Millionen Menschen.

Die Königsfamilie bat erst einmal um Ruhe für den streitbaren Prinzen. Bis auf Weiteres werde er seine Aktivitäten einschränken. Henrik ist bereits seit 2016 offiziell im Ruhestand, hat aber noch Ehrenämter inne.

Mit Rolle unzufrieden

Margrethe und er sind seit 50 Jahren verheiratet. Lange hatte der in Frankreich geborene Prinz einen schweren Stand bei den Dänen: Er spreche immer noch ein merkwürdiges Dänisch und sei mit seiner Rolle als Prinzgemahl nie zufrieden, hieß es oft. Als er in den Ruhestand ging, legte er auch den Titel „Prinzgemahl“ ab. Im August teilte der Hof mit, Henrik wolle nach seinem Tod nicht neben seiner Frau in der Domkirche von Roskilde beigesetzt werden. Dort hatte Bildhauer Bjørn Nørgaard sogar bereits einen Sarkophag für die beiden gefertigt.

„Wenn sie will, dass wir zusammen begraben werden, muss sie mich zum Königinnengemahl machen. Fertig“, sagte Henrik – fast trotzig - später der Zeitung „Se og Hør“. Wie sehr ihn seine Krankheit zu diesem Zeitpunkt schon beeinflusste, ist unklar.

Zur Startseite Mehr aus Panorama

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse