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Tief „Axel“ bringt Schnee und Sturmflut nach Deutschland: Das große Bibbern

Zittern vor der Sturmflut und frösteln bei Eiseskälte: Die Menschen in Deutschland erleben gerade vielerorts einen ziemlich ungemütlichen Kälteeinbruch. Eine gute Nachricht gibt es aber.
Im Harz hat es schon geschneit – wie hier am Bahnhof in Schirke (Sachsen-Anhalt), an dem die Harzer Schmalspurbahn hält. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert (dpa-Zentralbild) Im Harz hat es schon geschneit – wie hier am Bahnhof in Schirke (Sachsen-Anhalt), an dem die Harzer Schmalspurbahn hält.
Offenbach. 

Eiskalt, stürmisch und ungemütlich: Winterwetter hält die Menschen in vielen Teilen Deutschlands in Atem – und tut dies wohl auch weiterhin. Die Menschen an der deutschen Ostseeküste bereiteten sich für die Nacht zum Donnerstag auf die vielleicht schwerste Sturmflut seit zehn Jahren vor. Auf den Inseln Rügen und Usedom überspülten die Wellen bereits die Strände bis zu den Dünen. Seebrücken wurden vorsorglich gesperrt. In Stralsund, Wismar, Lübeck und Rostock drückte sich in Hafennähe das Ostseewasser durch Kanalisation und Gullys. Anwohner sicherten in den Ostseestädten Häuser und Gaststätten mit Spundwänden und Sandsäcken.

Vor allem im Osten und Süden Deutschlands kann es auch heute tagsüber noch bei kräftigen Schnee- und Graupelschauern zu Wintergewittern kommen, wie ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte. Am Freitag sei in ganz Deutschland tagsüber „gemäßigter Frost“ bis minus 7 Grad zu erwarten.

Sturmtief „Axel“ bringt in den kommenden Tagen Schnee und vor allem in Höhenlagen tiefe Minusgrade. Im Bergland könnten die Temperaturen über frisch gefallenem Schnee auf minus 20 Grad sinken, erwarten die Meteorologen. Zwischen Erzgebirge und Alpen sind in den Nächten zu Freitag und Samstag Tiefstwerte zwischen minus 7 und minus 15 Grad möglich.

Schon in der Nacht zum Mittwoch brachte „Axel“ kräftigen Sturm nach Deutschland: Auf den Bergen sowie an der Nordsee traten vielfach orkanartige Böen oder Orkanböen auf. Auf dem Brocken im Harz wurden Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 123 Kilometern in der Stunde erreicht, im Erzgebirge auf dem Fichtelberg Böen von 114 Stundenkilometern.

Dutzende Verkehrsunfälle

Auf Spiekeroog wehte der Wind mit einer Geschwindigkeit von 112 Kilometern in der Stunde, auf der Hallig Hooge waren es immerhin 107 Kilometer.

Vor allem in Bayern verursachte der Wintereinbruch mit Schnee und Wind bereits gestern Dutzende Verkehrsunfälle. In Ostbayern kamen Autofahrer in der Nacht und gestern ins Rutschen, die Streufahrzeuge waren mancherorts im Dauereinsatz. In Baden-Württemberg verunglückte ein 31-Jähriger auf rutschiger Fahrbahn und starb. Auch in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen krachte es nach Schneeschauern, Glätte und Schneeverwehungen mehrfach. An der Bahnstrecke von Bremen nach Hannover fielen Bäume um.

Eine gute Nachricht gab es vom DWD für die Wintersportorte. Vielerorts würden dort – nach langem Warten – „nennenswerte Neuschneemengen“ erwartet. dpa

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