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Debatte auch in Deutschland

Der Skandal um Hollywoodproduzent Harvey Weinstein hat seit dieser Woche ein Hashtag, ein Schlagwort im Internet. Unter «#MeToo“ („Ich auch“) kann man lesen, welche Erfahrungen Frauen mit Chauvinismus, Sexismus und Übergriffen gemacht haben. In der deutschen Filmbranche sagen die besonders bekannten Frauen auf Anfrage allerdings nichts. Eine Schauspielerin erzählt nur unter der Hand, sie habe mitbekommen, dass ein Regisseur Drehtage danach vergebe, ob ihn die Frau sexuell befriedige. Eine Filmemacherin bekennt: „Wir haben festgestellt, dass wir niemanden kennen, dem im Job noch nicht mindestens Anzüglichkeiten, Busen- oder Hinterngegrabsche passiert sind – inklusive mir.“ Model Marie Nasemann fasste sich bei Instagram ein Herz: „Ich war auf dem Oktoberfest, und der Typ griff mir von hinten unters Dirndl zwischen meine Beine. Ich habe mich umgedreht und ihm eine Ohrfeige gegeben und ihn angebrüllt.“ Schauspielerin Jasmin Tabatabai machte bei Twitter unter „MeToo“ zum Thema Belästigung deutlich: „Ich kenne keine Frau, bei der das nicht der Fall ist.“

(dpa)
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