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Clinton- und Trump-Anhänger in Hollywood: Der Oscar schlägt links

Von In den USA haben sich auch die meisten Prominenten seit längerem politisch positioniert. Kurz vor der Wahl sorgte aber Susan Sarandon noch für eine Überraschung.
Bilder > Foto: dpa
Frankfurt. 

„Ich sage nicht, Trump ist der Beste dieser Gruppe. Ich sage nur, ich mag diesen Typ.“ Mit diesen kernigen Worten sprach sich Schauspieler und Oscar-Preisträger Jon Voight schon vor einiger Zeit für Donald Trump aus. Damit grenzt er sich politisch nicht nur von seiner Tochter Angelina Jolie ab, sondern auch von den meisten anderen Preisträgern des „Academy Awards“.

Denn analog zu Oskar Lafontaines Buchtitel „Das Herz schlägt links“ scheint in Hollywood meistens zu gelten: Der Oscar schlägt links. So unterstützen etwa die Preisträger Meryl Streep, Geena Davis, Leonardo Di Caprio, Robert De Niro oder George Clooney offen die Demokraten. Einige Stars, die sich vorher für den linken Demokraten Bernie Sanders ausgesprochen haben, stärken jetzt Hillary Clinton den Rücken.

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Susan Sarandon allerdings, die für „Dead Man Walking“ ebenfalls einen Oscar erhielt, gab Clinton jetzt einen Korb. Sie unterstützt stattdessen die völlig aussichtslose Präsidentschaftskandidatur der Grünen Jill Stein. „Die Furcht vor Donald Trump reicht mir nicht aus, um Clinton mit ihrer Vorgeschichte der Korruption zu unterstützen“, so Sarandon. Stein stehe indes für alles, an das sie glaube.

Aktive Hilfe erhält Clinton dagegen von Katy Perry. Um Trump zu verhindern, rief die Sängerin die US-Amerikaner sogar in einem Comedy-Clip dazu auf, wählen zu gehen. Darin zeigte sie, wie sie im Pyjama zur Wahl geht. „Ich habe die Verfassung überflogen. Es steht nirgendwo geschrieben, dass man sich nicht einfach aus dem Bett rollen und in dem Zustand zur Wahl gehen kann, in dem man aufgewacht ist“, erklärt sie in dem Video.

Auch „Hangover“-Star Justin Bartha (38) hat sich etwas einfallen lassen. Er kämpft für Clinton, in- dem er versucht, im umkämpften Bundesstaat Ohio junge Wähler persönlich zum Gang zur Urne zu bewegen. „Ich habe selbst zwei Töchter und ich will nicht, dass sie in einem Land aufwachsen mit einem potenziellen Demagogen, jemandem, der Hass verbreitet, der einen Keil zwischen die Leute treibt und der keine Ahnung zu haben scheint, wie Politik funktioniert“, sagte Bartha.

Mit Auswandern gedroht

Salma Hayek positioniert sich gegen Trump, weil dieser Latinos diffamierte. Sängerin Cher nennt ihn einen „Rassisten und Frauenfeind“. „Breaking-Bad“-Star Bryan Cranston (60) will sogar auswandern, falls Trump gewinnt. Und auf Twitter sammeln sich weitere Gegner des Republikaners unter dem Stichwort „Celebs against Trump“ (Prominente gegen Trump).

Dort sagt etwa Sängerin Lady Gaga über ihn: „Viele Politiker sind im Fernsehen, weil es Geld bringt, nicht weil es gut für Amerika ist.“ Und Sänger Bruce Springsteen betont: „Die Republik wird belagert von einem Idioten. Es ist eine Tragödie für unsere Demokratie.“

Auffällig viele Unterstützer hat Trump dagegen unter Actionstars, Boxern oder Wrestlern. „Er sollte Präsident werden. Lasst uns Amerika wie eine Firma regieren. Ich mag Trump“, bekennt etwa Mike Tyson. Jesse James, der seine Ex-Frau Sandra Bullock einst mit einem Tattoo-Model betrog, schwärmt ebenfalls von dem „harten Mann“ Trump: „Er wird Amerika wieder groß machen“, ist seine Überzeugung.

Basketballer Dennis Rodman, der sich ebenfalls mit Nordkoreas Diktator Kim Jong-un gut versteht, schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir brauchen keinen weiteren Politiker, wir brauchen einen Geschäftsmann wie Trump!“

Clint Eastwood, der die Eigenschaften Oscar-Preisträger und Actionstar in sich vereint, war schon lange vor Trumps Zeiten Anhänger der Republikaner. Zur Kritik an den rassistischen Sprüchen des Kandidaten meint er nur lapidar: „Kommt darüber hinweg.“

Wenn das wirklich klappt, wird vielleicht der Alptraum von Grusel-Schriftsteller Stephen King wahr. Er twittert: „Meine jüngste Horror-Story: Es war einmal ein Mann namens Donald Trump, der für das Präsidentschaftsamt kandidierte. Einige Leute wollten, dass er gewinnt.“

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