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Der Fall Wallenstein: Der Skandal in Hollywood

Seit einigen Wochen beschäftigt der Skandal um den Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein die Öffentlichkeit. Fragen und Antworten zum Thema.
Nach der Polizei in New York und Los Angeles ermittelt nun auch die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Harvey Weinstein. Foto: Guillaume Horcajuelo (EPA) Nach der Polizei in New York und Los Angeles ermittelt nun auch die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Harvey Weinstein.

Worum geht es?

Der 65-jährige Hollywoodproduzent Harvey Weinstein soll mindestens seit 1984 mehrere Frauen sexuell belästigt, genötigt und einige von ihnen auch vergewaltigt haben. Ein Großteil von ihnen sind Schauspielerinnen, darunter Stars wie Rose McGowan und Ashley Judd. Die Frauen trauten sich zum Teil erst Jahrzehnte später, über die mutmaßlichen Taten öffentlich zu sprechen.

Wie sind die Vorwürfe bekanntgeworden?

In der „New York Times“ und der Zeitschrift „The New Yorker“ erschienen Anfang Oktober zwei große Artikel. Demnach soll Weinstein über Jahrzehnte versucht haben, die mutmaßlichen Opfer mit Abfindungen zum Schweigen zu bringen.

Warum wurde so lange geschwiegen?

Weinsteins Verhältnis zu Frauen war in Hollywood ein mehr oder weniger offenes Geheimnis. Dennoch fürchteten viele Betroffene und Eingeweihte laut eigenen Angaben die Macht Weinsteins. Er galt als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Menschen in der US-Medienbranche.

Eine ehemalige Assistentin des US-Filmproduzenten Harvey Weinstein hat nach eigenen Worten für ihr Schweigen über sexuelle Belästigung Geld erhalten. In einem Interview mit der „Financial Times“ berichtete Zelda Perkins, dass sie und eine Kollegin von Weinsteins Anwälten ein Schweigegeld von 250 000 britischen Pfund erhielten (rund 281 000 Euro), als sie ihn anzeigen wollten.

Was sind die Folgen?

Mehrere Polizeibehörden sowie die New Yorker Staatsanwaltschaft in den USA ermitteln gegen Weinstein wegen des Vorwurfs von Sexualverbrechen. Weinsteins Ehefrau trennte sich inmitten des Skandals von ihm. Seine Produktionsfirma, The Weinstein Company, warf ihn raus. Weinstein sagte der „New York Times“, er werde eine Auszeit nehmen und sich behandeln lassen. Er gibt Fehlverhalten zu, bestreitet aber, Frauen zum Sex gezwungen zu haben.

Welche Reaktion gab es in den sozialen Netzwerken?

In den sozialen Medien machten die Hashtags #MeToo und #HowIWillChange die Runde. Unter #MeToo berichten Frauen von ihren Erlebnissen mit sexuellen Übergriffen, unter #HowIWillChange beschreiben Männer, wie sie sich in Zukunft besser verhalten wollen. Derzeit kursiert auch #IHave: Hier gestehen Männer ihr Fehlverhalten. US-Architekt Thomas Wall hatte in diesem Zusammenhang getwittert: „#MeToo ist das Symptom, #IHave ist das Heilmittel.“ Wall forderte Männer auf, ihr Fehlverhalten gegenüber Frauen öffentlich einzugestehen.

(dpa)
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