E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 26°C

Straßen-Kunst: Deutschlands schönstes Schlagloch

Der bundesweit bekannte Straßen-Krater in Mönchengladbach wurde mit durchsichtigem Kunstharz aufgefüllt. So soll das Schlagloch für seine Fans dauerhaft zu sehen sein – und gleichzeitig für Autofahrer und Fußgänger keine Gefahr mehr darstellen.
Muscheln und ein Goldfisch zieren dieses Kunst-Schlagloch. Foto: Federico Gambarini (dpa) Muscheln und ein Goldfisch zieren dieses Kunst-Schlagloch.
Mönchengladbach. 

„Deutschlands schönstes Schlagloch“ ist für die Nachwelt konserviert worden. Die Füllung mit dem Kunstharz übernahm die Künstlerin Maren Dörwaldt. Dörwaldt hatte das Loch zunächst in einer Geheimaktion neugestaltet. Sie verwandelte den Schandfleck in einer Parkbucht in einen idyllischen Miniatur-Goldfischteich mit schillernden Farben. Die 33-Jährige nannte es „Projekt Sommerloch“ und postete Fotos auf Instagram.

Allerdings war eine Zeit lang fraglich, wie es mit dem kleinen und schließlich so bekannt gewordenen Kunstwerk weitergehen kann. Die Mönchengladbacher Straßenbetriebe betonten, dass sie die Verkehrssicherheit gewährleisten müssen. Schließlich fand man die Lösung mit dem Kunstharz. „Jetzt ist das Schlagloch so hoch aufgegossen, dass es keine Stolperfalle mehr darstellen kann“, sagte Dörwaldt nach der finalen Füllung. Es müsse nun noch aushärten. Die Straßenbetriebe wollen regelmäßig nachschauen, wie es dem Schlagloch geht.

Es ist eine kuriose Geschichte, die Maren Dörwaldt erlebt hat. „Das hätte nun wirklich niemand gedacht“, sagt die 33-Jährige. Erst kürzlich hat sie ihre Anonymität abgelegt und öffentlich erklärt: Das war ich. Ich habe das Schlagloch verschönert. Vorher war sie sich bei der Sache zu unsicher: „Ich wusste ja nicht, dass die Stadt es mit so viel Humor aufnimmt, wie sie es letztlich getan hat.“

Was war passiert? Maren Dörwaldt erzählt es so: Schon vor einiger Zeit hatte sie ein Schlagloch entdeckt in Mönchengladbach. Es war rund und tief, es weckte ihre Kreativität. Dörwaldt ist nebenher Künstlerin, sie denkt an einen Teich. „Ich finde es nett, wenn die Leute über eigentliche Ärgernisse lächeln müssen“, sagt sie. In dem Schlagloch modelliert sie eine idyllische Teich-Landschaft: Sie setzt eine Goldfischfigur ein und drapiert Pflänzchen und Muscheln. Dann überzieht sie das Ensemble mit durchsichtigem Harz. Das Werk ist fertig – und konserviert. dpa

Zur Startseite Mehr aus Panorama

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen