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Eurovision Song Contest: Die 10 Deutschen Acts der letzten Jahre

In einem Monat ist es soweit: Levina tritt für Deutschland beim ESC an. Wer waren ihre Vorgänger? Wie hat Deutschland bisher abgeschnitten? Wir blicken zurück, auf die Deutschen Acts der vergangenen 10 Jahre und sehen ein großes Licht und sehr viel Schatten.
Keine Chance:

 Die deutsche Starterin Jamie-Lee Kriewitz beim Eurovision Song Contest: Ihr Auftritt kam nicht an, und sie landete auf dem letzten Platz.	FOTO: DPA Foto: Britta Pedersen (dpa) Keine Chance: Die deutsche Starterin Jamie-Lee Kriewitz beim Eurovision Song Contest: Ihr Auftritt kam nicht an, und sie landete auf dem letzten Platz. FOTO: DPA

2016: Jamie-Lee – Ghost

Irgendwie wusste niemand in Europa so recht etwas anzufangen mit dem kleinen Mädchen im witzigen Outfit. Das Lied, mit dem sie bereits die fünfte Staffel von The Voice of Germany gewann, wurde für den ESC um knapp eine Minute gekürzt. Am Ende landete sie mit elf Punkten auf dem letzten Platz. Immerhin ein Land konnte sie für sich Überzeugen: Neben einem Punkt aus Georgien und zwei Punkten aus Österreich, gab es ganz acht Punkte aus der Schweiz.   



 

2015: Ann Sophie – Black Smoke

Sie hatte von Anfang an einen sehr undankbaren Job. Dabei begann alles sehr vielversprechend. In der Wildcard-Show zum Vorentscheid setzte sie sich mit Star-Appeal durch. Auch im Vorentscheid selbst trug sie ihr Newcomer-Charme bis in die Finalrunde. Dort war dann jedoch Schluss und jeder hatte das Gefühl, hinter dem Namen Andreas Kümmert stehen realistische Siegchancen. Was dann geschah, ist oft erzählt: Kümmert kniff, Ann Sophie sprang souverän ein und wurde mit null Punkten letzte.     


 

2014: Elaiza – Is it right

Zugegeben: Akkordeon und Kontrabass sind jetzt nicht die hipsten Instrumente am Musikhimmel, aber der Song, mit dem das Trio Elaiza beim ESC 2014 antrat, war unterhaltsam und verbreitete Freude. Allerdings ist der ESC nun mal kein Pony-Reiten und die Konkurrenz hart. Vor allem wenn man im Finale direkt nach Conchita Wurst singt. Platz 18 klingt wie eine Enttäuschung, ist jedoch für einen guten Auftritt ok. Immerhin sorgten Elaiza so für die beste Platzierung ohne Raab-Einfluss seit 2006.   


 

 2013: Cascada – Glorious

Das ESC-Liedern auf Teufel komm raus Ähnlichkeiten zu anderen Songs unterstellt werden, gehört längst zu einer sportlichen Tradition der ESC-Zeit. Doch dass das Lied „Glorious“ der Band Cascada Erinnerungen an Loreens Euphoria weckte, war offensichtlich. Ein professionelles Gutachten bestätigte zahlreiche stilistische Ähnlichkeiten, sprach das Lied jedoch von den Plagiatsvorwürfen frei. Die Hoffnung war in der Folge groß, auf Cascada, eine Band mit weltweit unzähligen Fans. Das Deutschland mit 18 Punkten auf dem 21. Platz landete, begründete NDR-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber mit der politischen Lage und der internationalen Unbeliebtheit Angela Merkels. Vielleicht hatte des ESC-Publikum aber auch einfach keine Lust, zwei Jahre in Folge für das gleiche Lied abzustimmen.


      
 

2012: Roman Lob – Standing still

Es war der letzte Akt der glorreichen ESC-Kariere des Stefan Raab. 2012 ging aus der Castingshow „Unser Star für Baku“ Roman Lob als Sieger hervor. Raab selbst hatte sich bereits etwas zurückgezogen und Thomas D den Jury-Vorsitz überlassen, er selbst war jedoch noch Mitglied der Jury. Dennoch sorgte Raab für ein Novum und ließ den Sieger mittels Televoting bestimmen, wobei der aktuelle Stand jederzeit eingeblendet war. So war auch schnell klar, dass der smarte Roman Lob nach Baku gehen wird. Mit dem Jamie Cullum-Song „Standing Stil“ sorgte er dort für einen exzellenten achten platz.


    
 

2011: Lena – Taken by a stranger

Nach ihrem Sieg im Jahr 2010 verkündete Stefan Raab noch in der anschließenden Pressekonferenz voller Euphorie Lena werde ihren Titel verteidigen. In einer eigenen Show wurde schließlich über mehrere Woche der beste Song für Düsseldorf ausgewählt. Das Lied „Taken by a Stranger“ erhielt den Zuschlag und Europa bekam eine gänzlich andere Lena zu erleben: verrucht, mysteriös und düster. Der Plan ging auf und Lena landete auf einem erfreulichen zehnten Platz.



 

2010: Lena – Satellite

Es war bereits sechs Jahre her, dass Deutschland zuletzt auf einem einstelligen Platz landete. Damals mit Max Mutzke und Stefan Raab. Im Frühjahr 2010 startete Raab schließlich seine „Nationale Aufgabe“ und castete die 18-jährige Lena Meyer-Landrut. Der Sieg in Oslo war ab da nur noch Formsache. Zudem war ihr das Startplatzglück hold: Als 22. von 25 Startern sang sie Satellite und sorgte damit für den zweiten deutschen Erfolg seit Nicole 1982.  



 

2009: Alex Swings Oscar Sings! – Miss Kiss Kiss Bang

Rückblickend wirkt das alles wie ein großes Missverständnis. Das Duo Alex Swings Oscar Sings! wurde ohne öffentlichen Vorentscheid von einer “Expertenjury” ausgewählt. Was der eigentlich recht erfolgreiche Produzent Alex Christensen zusammen mit dem völlig unbekannten Sänger Oscar Loya auf der Bühne versuchten zu erzählen, erschloss sich niemanden so richtig. Auch warum sich Burlesque-Tänzerin Dita von Teese auf einmal auf der Bühne räkelte, irritierte ebenso wie die zusammenhangslose Stepptanzeinlage oder der Gaga-Text im Allgemeinen. Die 35 Punkte, mit denen Deutschland auf dem 20 Platz landete, wirken da schon wie ein großes Lob.   



 

2008: No Angels – Disappear

Noch neun Jahre nach dem Auftritt schrillen der ESC-Gemeinde die schiefen Töne der No Angels schmerzhaft im Ohr. Und ja: Der Ton in diesem Video ist unverfälscht, es war wirklich so schlecht. Selten war es so schade, dass sich Deutschland nicht erst im Halbfinale beweisen muss. Der letzte Platz war mehr als verdient.



 

2007: Roger Cicero – Frauen regier´n die Welt

Jazz erfreut sich beim ESC genereller Beliebtheit. Italien konnte mit einer ähnlichen Nummer 2011 den zweiten Platz erringen und auch Roger Cicero lieferte 2007 eine exzellente Show ab. Mit dem bisher letzten Beitrag in Deutscher Sprache und auch dem einzigen, seit der ESC nicht mehr Grand Prix heißt, landete er mit guten 49 Punkten auf einem ernüchternden 19 Platz. Einzig eine Tatsache könnte verhindert haben, dass sein Auftritt die entsprechende Würdigung erhielt. Direkt nach ihm betrat die große Favoritin und spätere Siegerin Marija Šerifovic die Bühne. Manch einer wird ihren lang ersehnten Auftritt womöglich bereits während Ciceros Auftritt im Kopf gehabt haben. Doch ganz gleich wie das Ergebnis lautete, der im vergangenen Jahr überraschend verstorbene Roger Cicero hat sich mit seinem Auftritt in der ESC-Gemeinde unsterblich gemacht.    



 
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