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Drei Menschen von Güterzug in Hannover überrollt

In der Nacht werden drei Menschen an Bahngleisen in Hannover von einem Güterzug erfasst und getötet. Noch ist nicht klar, was genau passiert ist.
Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Eisenbahnbetrieb Lebensgefahr" hängt nahe der Unglücksstelle in Hannover. Foto: Sebastian Gollnow Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Eisenbahnbetrieb Lebensgefahr" hängt nahe der Unglücksstelle in Hannover. Foto: Sebastian Gollnow

Hannover (dpa) - Zwei Männer und eine Frau sind in Hannover von einem Güterzug erfasst und getötet worden. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gehen die Fahnder von einem Unglücksfall aus, wie die Polizei mitteilte.

Ein 18-Jähriger, eine 20 Jahre alte Frau und der noch nicht identifizierte zweite Mann hätten sich offensichtlich am späten Montagabend an den Gleisen aufgehalten, als der Güterzug kam. Die drei hatten keine Chance, sie starben noch am Unglücksort. Der noch nicht identifizierte Mann sei vermutlich ein Bekannter der beiden anderen Opfer gewesen. Auch einen möglichen Selbstmord können die Beamten noch nicht komplett ausschließen.

Der Zugführer erlitt bei dem Unglück am Montag um 22.45 Uhr nach Polizeiangaben einen Schock. Die Strecke war bis um 2.15 Uhr am Dienstag gesperrt. Auch wenn derzeit von einem Unglücksfall ausgegangen werden, liefen Ermittlungen „in alle Richtungen auf Hochtouren”, teilte die Polizei mit.

An Bahngleisen kommt es immer wieder zu schweren Unglücken. Alkohol, Leichtsinn oder völlige Fehleinschätzungen der Gefahren sind nicht selten der Grund. Im Oktober 2012 kletterte bei Würzburg ein junger Mann auf einen abgestellten Güterzug und kam an eine Starkstromleitung. Im Dezember 2009 in Chemnitz überquerte ein 26-Jähriger die Gleise und wurde von einem Regionalexpress überrollt. Nur vier Monate zuvor wurde nahe Kelsterbach in Hessen ein drei Jahre altes Mädchen von einem Zug erfasst und getötet, als es mit seinem Vater die Gleise überquerte.

(dpa)
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