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Bluttat: Dreijährige stirbt nach Messerangriff auf ihrer Party im US-Bundesstaat Idaho

Ein Kindergeburtstag am Wochenende: Plötzlich sticht ein Mann auf die Partygäste ein. Mehrere Kinder und Erwachsene werden verletzt. Ein Mädchen stirbt später im Krankenhaus – es war die Geburtstagsfeier des Flüchtlingskindes.
Blumen liegen in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft in Boise (US-Staat Idaho), in dem es zu dem tödlichen Messerangriff kam. Foto: Meiying Wu (Idaho Statesman/AP) Blumen liegen in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft in Boise (US-Staat Idaho), in dem es zu dem tödlichen Messerangriff kam.
Boise. 

Nach dem Angriff auf seine Kindergeburtstagsfeier im US-Bundesstaat Idaho ist ein kleines Mädchen gestorben. Die Dreijährige sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei der Stadt Boise am Montag (Ortszeit) mit. Bei dem Todesopfer handelt es sich um das Geburtstagskind.

Ein Mann hatte am Samstag die Feier, bei der mehrere Flüchtlinge anwesend waren, mit einem Messer angegriffen. Dabei verletzte er neun Menschen, darunter sechs Kinder. Nach Angaben der Polizei vom Montag wurden noch sieben der Opfer im Krankenhaus behandelt, teils mit schweren oder sehr schweren Verletzungen.

Aus Äthiopien

Die Dreijährige sei mit ihrer Mutter aus Äthiopien in die USA geflüchtet gewesen, teilte die Flüchtlingshilfsorganisation IRC auf Twitter mit. Ihre Eltern durchlebten nun den schlimmsten Alptraum, den es für Eltern gebe, sagte der IRC-Chef David Miliband. „Und dass sie nach Amerika geflüchtet sind, um dem Konflikt in Äthiopien zu entkommen, macht ihn doppelt so schlimm“, so IRC-Chef Miliband.

Mitarbeiter beschrieben das Opfer als aufgeweckt. „Sie war die Prinzessin ihrer Mutter, immer im Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie liebte Rosa und Disney-Prinzessinnen.“ Der Vater des Mädchens lebt laut IRC in der Türkei.

Der 30-jährige Angreifer wurde festgenommen. Die Tat ereignete sich in einem Apartmentkomplex, der als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. Eine Polizeisprecherin sagte am Montag, man habe derzeit keine Hinweise auf ein Hassverbrechen, man ziehe diese Möglichkeit aber bei den Ermittlungen in Betracht.

Der 30-Jährige ist mehrfach vorbestraft und saß in der Vergangenheit im Gefängnis. Er sei US-Bürger und kein Flüchtling, teilten die Behörden mit. Am Montag wurde er dem Richter vorgeführt, wie die „New York Times“ meldete. Ihm werden demnach Mord und achtfache gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Laut Polizei hielt er sich in der vergangenen Woche für mehrere Tage in dem Wohnkomplex, der als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, auf.

Mehrere Nachbarn seien wegen seines Verhaltens besorgt gewesen und hätten ihn aufgefordert, zu gehen, was er auch getan habe, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Am Samstag sei er jedoch zurückgekehrt und habe die Menschen angegriffen. dpa

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