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Eurovision Song Contest: ESC: Australien oder Amore?

Von Nein, so wurstwasserklar wie im letzten Jahr ist es nicht, wer diesmal den Eurovision Song Contest in Wien gewinnen wird. Doch beim Juryfinale, der Generalprobe in der Halle, nach der die Jurys abstimmen, ließen sich bereits einige Favoriten erkennen.
Tausende Fans sind auch in diesem Jahr wieder vor Ort, wenn ganz Europa den Superhit wählt. Tausende Fans sind auch in diesem Jahr wieder vor Ort, wenn ganz Europa den Superhit wählt.
Wien. 

AUSTRALIEN: Es könnte tatsächlich passieren, dass Australien, ausnahmsweise Gast beim 60. Eurovision Contest, den Wettbewerb gewinnen wird. In der Halle wurde Sänger Guy Sebastian stürmisch bejubelt – und eine Abstimmung des Frankfurter Fanclubs bei einer Preview war zu dem selben Ergebnis gekommen. Sicherlich, Guy Sebastian ist charmant, das Lied eingängig. Aber ein Sieg wäre sicherlich auch auf die Sonderrolle zurückzuführen, die der fünfte Kontinent diesmal hat. Vielleicht suchen die Europäer ja auf diese Weise einen Ausweg aus der Schwermut und Düsternis, die weite Teile des Wettbewerbs diesmal ergriffen hat. Besser der Sieger aus „Down under“ als die Stimmung „down under“.

SCHWEDEN: Mans Zelmerlöw geht auf den Strich…männchen-Trip. Die gezeichneten Figuren machen seine Show interessant. Aber das Lied „Heroes“ selbst kann seine große Beliebtheit eigentlich nicht erklären. Könnte es daran liegen, dass er gut aussieht und sich auf sozialen Netzwerken sogar im Bett liegend zeigt?

ITALIEN: Die ganz große Liebe dargebracht von drei stimmgewaltigen jungen Tenören – das gefiel dem Publikum. Und ein Land wie Italien kann es sich sogar leisten, „Grande Amore“ in der Landessprache zu singen. Auf jeden Fall der Sieger der Herzen.

NORWEGEN: Das düstere Duett um einen in der Kindheit begangenen Mord begeistert nicht nur Fans von Vampirfilmen. Es wird eindrucksvoll dargeboten von Morland und Debrah Scarlett, ist offenbar sehr beliebt. Aber möchte man „Monster Like Me“ wirklich morgens unter der Dusche singen? Das sollte bei einem Siegertitel doch auch ein Kriterium sein.

SERBIEN: Die figürlich und stimmlich voluminöse Sängerin Bojana Stamenov kommt an mit ihrer  Botschaft, dass jeder zu sich selbst stehen soll und auf seine Weise schön ist. Sie ist sozusagen eine Anti-Heidi-Klum. Das Lied ist trotzdem tanzbar – eine gute Kombination.

ISRAEL: Noch besser zum Tanzen, dafür weniger Botschaft. Das „Lied vom Golden Boy“ ist zwar sehr seicht, aber mit seinen orientalischen Rhythmen doch  mitreißend. Wenn er am Anfang bloß nicht so laut „Mama“ rufen würde… Dennoch hopst er bestimmt in die Top Ten. Schließlich war viel Gold in der Kulisse schon oft erfolgreich – etwa bei „Only Teardrops“ von Emmelie de Forest oder bei „Rise Like A Phoenix“ von Conchita.

RUSSLAND: Eigentlich ist alles perfekt: Die Sängerin Polina Gagarina, ihr Lied „A Million Voices“, die Bühnenshow. Aber die Tatsache, dass die Friedensbotschaft ausgerechnet aus Russland kommt, ist für viele Länder möglicherweise doch so schwer verdaulich wie zu fett gebackene Blinis.

ESTLAND: Das Lied „Goodbye to Yesterday“ von Elina Born und Stig Rästa ist unter den vielen Duetten des Wettbewerbs mit Abstand das beste. Musikalisch interessant, inhaltlich anrührend. Das müsste eigentlich in den Top Ten landen.

SLOWENIEN: Die Anfangsplatzierung für den originellen und gut gesungenen Song ist nicht günstig. Anfangs lenken die Kopfhörer der Sängerin und die Luftgeigerin noch von der Musik ab, aber dann fällt doch auf: Es ist auch ein wirklich gutes Lied.  Die meisten werden das bis zur Mitte des Wettbewerbs allerdings schon wieder vergessen haben.

GROSSBRITANNIEN: Mein persönlicher Favorit, aber vermutlich kein Siegertitel. Dabei ist die moderne Charleston-Variante schwungvoll und originell, die Show eindrucksvoll. Mal sehen, ob das noch mehr Europäer überzeugt.

 

UND DEUTSCHLAND? Ann Sophie gibt sich große Mühe, sie hat jedoch einen schweren Stand, und erkältet ist sie auch noch. Nach allem, was ich gesehen und gehört habe, würde es mich überraschen, wenn sie besser abschneidet als Elaiza im vorigen Jahr auf dem 18. Platz.

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