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Eurovision Song Contest: ESC in Kiew im Schnellcheck: Männerzopf und weiße Kleider

Von Europa ist sich uneinig? Von wegen. Zumindest beim Eurovision Song Contest (ESC) gibt es in jedem Jahr Trends, denen viele Künstler folgen. Gerade deswegen haben tanzende Affen und jodelnde Rumänen besonders gute Chancen.
Der ungarische Beitrag liegt gleich doppelt im Trend: Künstler Joci Papai trägt Zopf, und ein weißes Kleid gibt es auch. Bilder > Foto: SERGEI SUPINSKY (AFP) Der ungarische Beitrag liegt gleich doppelt im Trend: Künstler Joci Papai trägt Zopf, und ein weißes Kleid gibt es auch.
Frankfurt. 

Wer von wem abguckt, weiß niemand. Oder ist es einfach der Zeitgeist? Es gab beim Eurovision Song Contest (ESC) Jahre mit vielen Trickkleidern oder solche mit zahlreichen Duetten oder Windmaschinen.Und auch diesmal lassen sich in Kiew bei der Betrachtung aller Teilnehmer einige Trends ausmachen:

- Männer mit Zopf: In instabilen Zeiten setzt Europa offenbar auf festgezurrte männliche Haarpracht. Slavko Kalezic aus Montenegro hatte den längsten, gemeint ist natürlich: den längsten Zopf. Den schwang er wie eine Peitsche durch die Luft, doch sein Beitrag zwischen Darkroom-Fantasie und musikalischer Vorhölle schied im ersten Halbfinale aus. Portugal mit seinem sensiblen Sänger Salvador Sobral und Roma-Künstler Joci Papai aus Ungarn halten aber im Männer-Dutt die Zopf-Ehre hoch. Manche setzten aber auch auf alte Zöpfe, nämlich solche an Frauenköpfen: Armenien (kam weiter) und Litauen (schied im Halbfinale aus).

- Schwiegermutter-Traum: Geschniegelt und gebügelt zeigt sich der Schwede Robin Bengtsson mit seinem „I can’t go on.“ Und das SunStroke Project aus Moldawien will in seinem Lied – „Hey, Mamma!“ sogar explizit die Schwiegermutter bezirzen, um bei der Tochter zu landen. Das ist wohl der brave Gegentrend zu den Männerzöpfen.

- Jung und jünger: Der 17-jährige Australier Isaiah – „Don’t Come Easy“ kann seinen Welpenblick mit einer sehr starken Stimme kombinieren. Die 17-jährige Blanche aus Belgien zählt mit „City Lights“ zu den Favoriten und ist tatsächlich auch nur vom Hauttyp her blass. Bulgarien schickt ebenfalls einen 17-Jährigen, Kristian Kostov. Bei so viel blutjunger Konkurrenz sah der 20-jährige Ire Brendan Murray schon alt aus. Auch wenn er sich noch so sehr gegen die Windmaschine abmühte: Er kam nicht ins Finale.

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- Farbe war gestern: Nein, der Farbfernseher hat keine Störung. Fast alle Sänger kleideten sich in den Halbfinals weiß oder schwarz – das reichte vom weißen Kleid von Demy aus Griechenland oder der Polin Kasia Mos über das weiße Duo aus Weißrussland bis zum schwarz gekleideten Kroaten Jacques Houdek. Bei Letzterem fragt man sich allerdings, wo Lederjacken für diese Leibesfülle wohl erhältlich sind. Wenn das im Finale so bleibt, wird es modisch sehr eintönig – und mancher Zuschauer wäre sogar versucht, auf die Musik zu achten. Das ist nicht immer von Vorteil. Immerhin farblich gut angepasst ist da die deutsche Kandidatin Levina, die bisher in schwarz-weiß auftrat – das verbindet die beiden großen modischen Trends.

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- Drama statt Humor: Spaßige Beiträge sind diesmal rar gesät, dafür gibt es viele getragene und dunkle Balladen. Die traurigste Nummer des finnischen Duos Norma John flog immerhin im ersten Halbfinale raus – vielleicht im Anklang an den Titel „Blackbird“ (Amsel). Der bisherige Favorit, der Italiener Francesco Gabbani mit „Occidentali’s Karma“ und einem Mann im Gorilla-Kostüm auf der Bühne, sticht auch deswegen besonders hervor. Einer der wenigen schrägen Beiträge ist der Jodel-Rap aus Rumänien. Da auch er sich von der Masse abhebt, könnte ihn das nach vorn bringen.

- Turner im Hintergrund: Wenn sich die Sänger nicht bewegen können oder möchten, müssen es eben andere für sie tun. Was früher Background-Sänger sind, sind heute Background-Turner. Die haben etwa die Griechin Demy oder die Armenierin Artsvik.

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Schweden überall: Europa mag in vielen Themen zerstritten sein, musikalisch hat es sich auf schwedische Musik geeinigt. Wie schon in den Vorjahren haben viele Länder sich schwedische Komponisten geholt, auch osteuropäische Staaten wie Polen oder Kroatien. Vielleicht ein Grund dafür, dass sich viele Lieder gleich anhören – zumal ja auch kaum noch jemand in der Landessprache singt. Offenbar trifft Schweden den Mainstream am besten. Und mit seinen insgesamt sechs ESC-Siegen reicht es ja schon fast an den früheren Dauergewinner Irland (sieben Siege) heran. Oder anders gesagt: Schweden ist das neue Irland.

Info: So funktioniert die Abstimmung

Jedes Land, das am ESC teilnimmt, darf über den Sieger abstimmen. Dabei vergibt jedes Land zwei Punktesätze mit den Punkten 1 bis 8, 10, und 12. Ein Punktesatz wird per Televoting vergeben.

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Mit anderen den ESC schauen? Das ist heute Abend etwa bei Public Viewings an folgenden Orten möglich:

  • Theater Alte Brücke, Kleine Brückenstraße 5, Frankfurt
  • Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt
  • Zum Schweijk, Schäfergasse 20, Frankfurt
  • Theatrallala, Friedberger Landstraße 296, Frankfurt
  • James The Bar im English Theater, Gallusanlage 7, Frankfurt
  • New Backstage, Rothschildallee 36, Frankfurt
  • Hafenkneipe, Hafenstraße 2, Hanau
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