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Hurrikan-Gefahr: Eine Million Evakuierungen: An der US-Küste droht einer der schwersten Stürme seit 30 Jahren

Im Atlantik ist Hurrikan-Saison, jetzt kommt der erste große Sturm auf die USA zu. Der Südosten bereitet sich auf „Florence“ vor. Die Karibik wird derweil von „Isaac“ bedroht. Auch auf Puerto Rico läuten die Alarmglocken.
Die Südostküste der USA rüstet sich für einen schweren Hurrikan: In South Carolina, Mt Pleasant, lädt Dale Watson Sandsäcke in seinen Truck, um sich auf „Florence“ vorzubereiten. Foto: Richard Ellis (ZUMA Wire) Die Südostküste der USA rüstet sich für einen schweren Hurrikan: In South Carolina, Mt Pleasant, lädt Dale Watson Sandsäcke in seinen Truck, um sich auf „Florence“ vorzubereiten.
Miami/ Columbia/ San Juan. 

Ein schwerer Hurrikan zieht auf die Südostküste der USA zu. In den Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia sollte noch am Dienstag wegen „Florence“ die Evakuierung gefährdeter Küstenbereiche beginnen. Auch die Hauptstadt Washington hat den Notstand ausgerufen. Mehr als eine Million Menschen dürften laut Medienberichten betroffen sein. Ein Jahr nachdem schwere Stürme 2017 die Region heimgesucht hatten, schotteten am Montag die Menschen wieder ihre Häuser ab, bildeten Autoschlangen an den Tankstellen und kauften die Supermarktregale leer, wie der Sender CNN berichtete. Weiter südlich im Atlantik bewegte sich Sturm „Isaac“ auf die Karibikinseln zu.

Am frühen Dienstag (MESZ) war „Florence“ schon zu einem gewaltigen Hurrikan der Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten von 220 Kilometern pro Stunde angewachsen. Das US-Hurrikan-Zentrum in Miami (Florida) erwartete eine weitere Steigerung, bevor „Florence“ am Donnerstagabend die Küste erreichen sollte.

Extreme Regenfälle

„Dies ist einer der schlimmsten Stürme an der Ostküste seit vielen Jahren. Bitte seid vorbereitet, seid vorsichtig und bringt euch in Sicherheit“, twitterte Donald Trump.

In South Carolina wurden bis zu eine Million Bewohner eines 320 Kilometer langen Küstenabschnitts aufgerufen, sich ab Dienstagmittag (18.00 Uhr MESZ) in Sicherheit zu bringen. „Dies ist ein sehr gefährlicher Hurrikan“, sagte der Gouverneur Henry McMaster. Daher dürfe kein Risiko eingegangen werden. Die Evakuierung sei „zwingend, nicht freiwillig“. In 26 von 46 Bezirken von South Carolina blieben die Schulen geschlossen.

Die Meteorologen warnten vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, extremen Regenfällen und Überschwemmungen. US-Präsident Trump sicherte Unterstützung der Bundesregierung zu. In den drei gefährdeten Bundesstaaten war vorsichtshalber schon am Sonntag der Notstand ausgerufen worden.

Im US-Außengebiet Puerto Rico begannen am Montag angesichts des Hurrikans „Isaac“ die Vorbereitungen auf „das schlimmste aller Szenarien“, wie es die Behörden ausdrückten. Die östlich der Dominikanischen Republik gelegene Insel von der zehnfachen Größe Berlins leidet immer noch unter den verheerenden Folgen von Hurrikan „Maria“ im September 2017.

„Isaac“ klingt nicht ab

Erst vor zwei Wochen hatte die Regierung der Insel die tatsächliche Opferzahl mit 2975 Toten angeben, nachdem im vergangenen Jahr zunächst nur von 64 die Rede gewesen war. „Isaac“, der am Montag schon Hurrikanstärke (mindestens 119 Stundenkilometer) erreicht hatte, wurde in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunden zunächst wieder zum Tropensturm heruntergestuft, er sollte aber wieder zulegen. Ziemlich genau auf dem 15. nördlichen Breitengrad rückte er auf strammem Westkurs vor und soll ebenfalls am Donnerstag die Antilleninseln erreichen.

Im Spätsommer 2017 hatten neben „Maria“ die Hurrikans „Harvey“, „Irma“, „José“ und „Katia“ die Region heimgesucht. In diesem Jahr hat es erst vergleichsweise wenig Tropenstürme gegeben. Sie werden jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge benannt, „Florence“, Buchstabe F, ist damit der sechste. Zum Vergleich: Der verheerende Hurrikan „Katrina“ mit 1800 Toten, Buchstabe „K“, ereignete sich 2005 schon im August.

Ungefähr 1500 Kilometer östlich von „Isaac“ tobt derzeit noch Hurrikan „Helene“ mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde im Atlantik. Wegen seines prognostizierten Nordkurses, der ihn in kältere Gewässer führt, hat er aber kaum Chancen, jemals Land zu erreichen.

(dpa,afp)

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