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Eurovision Song Contest: Eurovisionfieber bei den Fans steigt

Von Einige Anhänger des Eurovision Song Contest (ESC) bleiben diesmal dem Finale fern, weil sie nicht ins Gastgeberland Ukraine reisen wollen. Doch diejenigen, die bereits vor Ort sind, erlebten bisher einen entspannten Auftakt der Eurovisionswoche. Die Sicherheit ist allerdings immer ein wichtiges Thema.
Etwas misstrauisch beobachtet diese Passantin in Kiew, wie ein Besucher der Eurovision Fan Zone mit einem als Affen verkleideten Mann posiert. Das Affenkostüm ist eine Anspielung auf den italienischen Beitrag. Dort tritt neben dem Sänger ein Mann im Gorilla-Kostüm auf.	Bild: epa Bilder > Foto: ZENKOVICH/EPA/REX/Shutterstock (Rex Features) Etwas misstrauisch beobachtet diese Passantin in Kiew, wie ein Besucher der Eurovision Fan Zone mit einem als Affen verkleideten Mann posiert. Das Affenkostüm ist eine Anspielung auf den italienischen Beitrag. Dort tritt neben dem Sänger ein Mann im Gorilla-Kostüm auf. Bild: epa
Frankfurt. 

So fangen Feiern eigentlich nicht an: Der Eurovision Song Contest in Kiew war lange von den Diskussionen um das Einreiseverbot für die russische Teilnehmerin geprägt. Unpolitisch war der Gesangswettbewerb damit endgültig nicht mehr, die gute Laune getrübt. Doch jetzt, kurz vor dem Finale am Samstag steigt das Eurovisionsfieber bei den Fans. Mit dem ersten Halbfinale beginnt heute die heiße Phase des Song Contests.

„Es ist eine wunderbare Stimmung hier, alle sind herrlich entspannt“, berichtet Irving Wolther, aus Eppstein stammender Eurovisionsexperte, aus Kiew. Und auch Rafael Rechel, der für den ESC aus Frankfurt in die ukrainische Hauptstadt gereist ist, erklärt: „Es ist wider Erwarten sehr, sehr toll! Ich war anfangs skeptisch und auch ein wenig ängstlich, aber alles klappt hier prima, und ich bin im ESC-Modus.“ Viele seiner Freunde hätten ihm von der Reise abgeraten. „Aber es gibt für Kiew vom Auswärtigen Amt keine Reisewarnung, und die Ostukraine ist weit weg“, betont er. Im Eurovision Village feiert Kiew mitten in der Innenstadt seine große Party.

Allerdings seien, so räumt Wolther ein, wesentlich weniger Journalisten im Pressezentrum zu sehen als in den Vorjahren. Und einige Fans – auch aus dem Rhein-Main-Gebiet – sahen ebenfalls von der Reise ab. „Es gab ein Chaos bezüglich der Tickets, und Kiew hat mein Herz nicht gerade höher schlagen lassen“, erklärt Jarohn Hainz aus Heusenstamm. Er war in den letzten Jahren immer vor Ort, ist aber diesmal zu Hause geblieben.

Der ESC in Kiew

Zum zweiten Mal nach 2005 hat sich die ukrainische Hauptstadt Kiew für den Eurovision Song Contest (ESC) herausgeputzt. Die Ukrainerin Jamala gewann 2016 in Stockholm mit ihrem Titel „1944“ und holt

clearing

„Ich hatte mich bereits am Abend des ESC-Finals in Stockholm dazu entschieden, nicht in ein Kriegsgebiet wie die Ukraine zu reisen“, erläutert der Frankfurter Michael von Seydewitz seinen Verzicht. Und Anselm Wittenstein aus Offenbach nennt einen weiteren Grund:„Die Ukraine ist mir zu homophob.“

Angst vor Bomben

Viele Befürchtungen haben sich aus Sicht von Wolther bislang nicht bestätigt. „Auf den letzten Drücker wurde alles noch gut organisiert. Die Menschen in Kiew freuen sich über den Song Contest und sind sehr freundlich. Selbst wenn jemand kein gutes Englisch spricht, bemüht er sich, den Besuchern zu helfen“.

Allerdings seien die Sicherheitsvorkehrungen sehr hoch – höher als in den Vorjahren. „Vor dem Pressezentrum müssen alle ihre elektronischen Geräte einschalten, um zu beweisen, dass es auch wirklich Computer oder Handys sind – und keine Bomben“, hat Wolther erfahren. An Punkten von touristischem Interesse seien außerdem Bilder getöteter Soldaten zu sehen. „Das soll vermutlich die Stimmung der ausländischen Besucher beeinflussen“, ist seine Einschätzung.

Auch der Konflikt schwelt weiter. Erst am Wochenende verweigerten ukrainische Behörden mehreren russischen Journalisten die Einreise zur ESC-Berichterstattung.

Der Frankfurter Rechel lässt sich von solchen Nachrichten die Freude nicht verderben – er ist zum achten Mal bei einem ESC dabei, hat diesmal Tickets für beide Halbfinals, die Generalprobe und das Finale. „Ich habe keine Angst“, betont er im Hinblick auf die Sicherheitslage. „Und in dem Moment, wo man in der Halle ist, haben sich alle Anstrengungen gelohnt.“

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