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Belästigung: Fernsehstar Hardy Krüger jr. wehrt sich gerichtlich gegen aufdringliche Verehrerin

Der Schauspieler Hardy Krüger jr. fühlt sich von einer Frau belästigt. Sie behauptete, die wahre Freundin des Fernsehstars zu sein. Nun kam der Streit in München vor Gericht.
Gar nicht kamerascheu: Leily H. sitzt vor Beginn des von Hardy Krüger jr. angestrengten Zivilprozesses auf ihrem Platz im Gerichtssaal. Foto: Peter Kneffel (dpa) Gar nicht kamerascheu: Leily H. sitzt vor Beginn des von Hardy Krüger jr. angestrengten Zivilprozesses auf ihrem Platz im Gerichtssaal.
München. 

Hardy Krüger jr. hat ein Problem – es heißt Leily. In Leilys Wirklichkeit sind oder waren der Schauspieler und sie ein Paar, wollten bald heiraten. Die Realität von Krüger jr. dagegen sieht ganz anders aus. Der „Gala“ erzählte er vor ein paar Wochen von seiner Beziehung und Verlobung mit Managerin Alice Rößler – und von seinem Problem: Leily H., einer mutmaßlichen Stalkerin.

„Das erste Mal tauchte sie vor einem Jahr auf und wollte ein Selfie mit mir machen“, sagte der TV-Star in dem Interview. In Hamburg habe er sich voriges Jahr auch mit ihr getroffen, auf ein paar Nachrichten geantwortet – mehr sei nicht gelaufen. Laut Krüger jr. ist das Ganze wenig später eskaliert.

„Das macht einem Angst“

„Sie bombardiert mich mit Nachrichten, Fotos und schlüpfrigen Videos auf meinem Telefon und schreibt auch Kommentare in meinen Blog“, sagt er. Das sei geschäftsschädigend, wenn da so ein Quatsch geschrieben werde. „Diese Situation macht einem Angst. “

Opfer einer Stalkerin: Der Schauspieler Hardy Krüger jr. Wie ihm erging es schon zahlreichen Prominenten. Bild-Zoom Foto: Jens Kalaene (dpa-Zentralbild)
Opfer einer Stalkerin: Der Schauspieler Hardy Krüger jr. Wie ihm erging es schon zahlreichen Prominenten.

Der 49-Jährige, der in Kinofilmen, Serien und im Theater spielt, wehrt sich am Münchner Landgericht gegen die Behauptungen seiner angeblichen Geliebten. Der gebürtige Schweizer klagt auf Unterlassung und erwirkt eine zweite einstweilige Verfügung gegen die Münchnerin. Zur Verhandlung erscheint er nicht persönlich. Doch seine Verlobte nimmt auf der Zuhörerbank Platz, sie verlässt das Gericht aber relativ schnell wieder. Der Großteil der Verhandlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Bei den Unterlassungsklagen geht es dem Sohn von Schauspieler Hardy Krüger vor allem um Sätze wie diese: „Ich glaube nach wie vor an uns beide, ich bin zuversichtlich, dass sich alles wieder einrenkt und wir der Idee, zu seinem 50. zu heiraten, nachgehen“, hatte Leily H. Anfang Februar der „Gala“ erzählt. Und weiter: „Es war Liebe auf den ersten Blick, und wir hatten beim ersten Telefonat gleich vom Heiraten gesprochen und Zukunftspläne gemacht.“ Sie sei keine Stalkerin, betont die 34-Jährige vor der Verhandlung vehement. Und alle, die das Gegenteil behaupten, würden von ihrem Anwalt hören.

Leily H. trägt lange dunkle Haare und pinken Lippenstift. Sie wirkt sehr selbstbewusst, sagte Sätze wie „Champions dominate“ und stellt sich dem enormen Medienrummel. Sie gehöre zu Krüger jr., seine PR-Managerin dränge sich schon einige Zeit zwischen sie und den TV-Star, so Leily. „Sie interessiert mich nicht wirklich.“ Auf Instagram postet sie Fotomontagen mit Bildern von sich und dem Schauspieler – eine Hommage, erklärt ihr Anwalt.

Die Wahrheit ist subjektiv

Dem Prozess, der Öffentlichkeit stelle sie sich, weil es ihr um Anerkennung ihrer Beziehung, um die Wahrheit gehe, sagt der Anwalt. „Nach meiner Meinung sind wir seit Herbst zusammen“, sagt Leily über die Beziehung zu Krüger jr. Erst durch die „Gala“-Story habe sie erfahren, dass es eine andere gebe. Doch sie bestehe auf eine persönliche Nachricht von Krüger jr., dass es aus sei. Dass er zwei Anwälte engagiert habe und einen Prozess gegen sie führe, reiche nicht aus, fragen die beiden gerichtlichen Vertreter des Stars und die Richterin.

Die einstweilige Verfügung, die es Leily H. nun per Gerichtsbeschluss verbietet, Behauptungen über die Intimsphäre von Krüger jr. zu machen, nehme sie an. Die Intimsphäre sei bei jedem Menschen „extremst“ geschützt. Eine Entscheidung über ihren Widerspruch gegen eine vorherige einstweilige Verfügung steht noch aus und soll erst Ende März fallen.

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