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Fernverkehr in die Schweiz wegen ICE-Unfall weiter gestört

Die Ursache für das Entgleisen eines deutschen ICE in der Schweiz ist weiter unklar. Die Unfallstelle im Bahnhof Basel muss noch aufgeräumt werden. Erst danach wird sich abzeichnen, wie lange der Fernverkehr beeinträchtigt ist.
Mehrere Waggons des ICE aus Hamburg waren kurz hinter der Schweizer Grenze entgleist. Foto: Georgios Kefalas Mehrere Waggons des ICE aus Hamburg waren kurz hinter der Schweizer Grenze entgleist.

Basel (dpa) - Nach dem Entgleisen eines ICE-Zuges im Bahnhof Basel ist der Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz weiter beeinträchtigt. Züge aus Deutschland endeten am Donnerstag am Badischen Bahnhof in Basel.

Wer in der Schweiz weiterreisen wolle, müsse per Straßenbahn zum vier Kilometer entfernten Bahnhof Basel fahren, teilte die Deutsche Bahn mit. Ein Schienenkran war im Einsatz, um die entgleisten Waggons wieder auf die Gleise zu heben. Danach sollten laut Bahn die Schäden am Gleisbett begutachtet werden.

Drei Waggons in der Mitte des aus Hamburg kommenden ICE waren am Mittwoch bei der Einfahrt in den Bahnhof Basel entgleist. Verletzt wurde niemand. Wie es zu dem Unglück kam, ist weiter unklar. Auch die Schadenhöhe kann noch nicht abgeschätzt werden. Ein Waggon hatte einen Signalmast beschädigt, was einen Kurzschluss auslöste. Wegen des Stromausfalls stand der Verkehr am Bahnhof Basel am Mittwochabend zwei Stunden lang still. 

Es sei „noch keine seriöse Prognose möglich, wann die Schadenstelle komplett repariert sein wird und der Bahnhof Basel SBB wieder uneingeschränkt dem Verkehr übergeben werden kann”, teilten die Schweizer Bahnen (SBB) mit.

Im wichtigen deutsch-schweizerischen Grenzbahnhof war der ICE in der Nacht mit Hilfe deutscher Fachleute von den entgleisten Waggons abgetrennt und weggeschoben worden. Zwei entgleiste Waggons wurden nach der Spurensicherung durch Experten am Donnerstagvormittag ebenfalls zur Bergung freigegeben. 

Die rund 500 Passagiere des ICE aus Hamburg waren mit dem Schrecken davongekommen. Sie konnten den Zug durch die vorderen Wagen verlassen, die bereits am Bahnsteig waren. Der ICE 75 war in Hamburg gestartet und fuhr unter anderem über Hannover, Kassel, Frankfurt und Freiburg Richtung Schweiz. Er hätte über Zürich nach Chur weiterfahren sollen.

Laut SBB waren die Schienen in dem betroffenen Abschnitt erst im September teilweise ersetzt worden. Die SBB rieten Passagieren mit Fahrzielen in der Schweiz oder Deutschland, sich online über die aktuelle Lage zu informieren. 

(dpa)
Bilderstrecke Fernverkehr in die Schweiz wegen ICE-Unfall weiter gestört
Nach der Entgleisung: Reisende in Deutschland müssen nicht mit Behinderungen im Fernverkehr rechnen.Sind alle entgleisten Waggons wieder auf die Schienen gehoben, werden die Schäden am Gleisbett begutachtet.Die etwa 500 Passagiere an Bord konnten den Zug durch die vorderen Wagen verlassen.
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