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Hitze: Freibad-Wochenende steht bevor

Wieder naht ein heißes Sommer-Wochenende. Die Freibäder rüsten sich für einen Ansturm von Millionen Besuchern. Die Bäder sind vorbereitet, meint die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen in Essen.
Fest im Visier: das noch leere Freibad «Sport Paradies» in Gelsenkirchen. Foto: Marcel Kusch Fest im Visier: das noch leere Freibad «Sport Paradies» in Gelsenkirchen. Foto: Marcel Kusch
Essen. 

Wie sicher ist das Baden in Freibädern?

Bundesweit helfen mehr als 12 000 Rettungsschwimmer der DLRG und unterstützen die Bademeister bei der Arbeit. In einigen Freibädern sind auch Sicherheitsdienste im Einsatz.

Wie warm ist das Wasser?

In beheizten Bädern sind es 24 Grad, in unbeheizten manchmal nur 20 Grad. Das Wasser heizt sich aber an heißen Tagen schnell auf.

Wie hoch ist der Eintritt und wo ist es besonders teuer?

Der durchschnittliche Erwachsenen-Tarif liegt zwischen 3,50 und 4 Euro. Günstig ist der Eintritt generell in ländlichen Gebieten, in Großstädten ist es eher mehr. Hannover liegt mit 2,50 Euro recht günstig. Im gut ausgestatteten Freibad im niederrheinischen Willich ist es mit 6 Euro beispielsweise teurer.

Welche Vorschriften gibt es bei der Bekleidung? Ist ein Burkini erlaubt?

Nach der Muster-Haus- und Badeordnung des Bäderverbandes sind zum Beispiel Burkinis und halblange Badeshorts erlaubt, wenn sie Badekleidung sind. Der Betreiber hat aber Ermessensspielraum. Nicht erlaubt ist Straßenkleidung oder Unterwäsche unter der Badekleidung.

Warum ist die Badekappe längst nicht mehr vorgeschrieben?

Es gibt keine technischen oder hygienischen Gründe mehr. Die Wasseraufbereitungen ist auch auf Haare im Wasser eingestellt.

Wo steht das älteste Freibad in Deutschland?

Das älteste Leipziger Freibad entstand 1866 mit einer großen Liegewiese nahe der weltweit ersten Schrebergartenanlage. Das könnte nach Auskunft des Bäderverbandes sehr gut das älteste Freibad Deutschlands sein.

Und wo steht das größte Freibad?

Mit 11 000 Quadratmetern Wasserfläche, allerdings in einem Becken, gilt das Brentanobad in Frankfurt/Main als das größte Freibad Europas. Es ist ein ehemaliges Flussfreibad aus den 1920er Jahren. Das Grugabad in Essen, das vor 50 Jahren eröffnet hat, hat über 6000 Quadratmeter Wasserfläche in vier Becken und dürfte das größte Freibad in klassischer Nachkriegsbauweise sein.

Wer geht ins Freibad?

Die Badegäste in Freibädern stammen prinzipiell aus allen Bevölkerungsgruppen. Da der Freibadbesuch ein sehr preisgünstiges Freizeitvergnügen ist, können sich auch sozial schwächere Gruppen den Eintritt leisten.

Ab wann dürfen Kinder allein ins Freibad?

Nach der Muster-Haus- und Badeordnung dürfen Kinder ab dem vollendeten siebten Lebensjahr alleine ins Bad. Einzelne Badbetriebe setzen eine höhere Altersgrenze an.

Sind die Schwimmer am Sommeranfang risikofreudiger?

Wenn Glückshormone, zum Beispiel bei schönem Wetter, freigesetzt werden, führe das zu mehr Leichtsinn, sagt ein Sprecher der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Die Schwimmer überschätzen dann die eigene Leistungsfähigkeit und bringen sich in Gefahr.

Wo gibt es Security in den Bädern?

Freibäder mit Security gibt es in den Ballungszentren wie Berlin oder im Ruhrgebiet. Nach Angaben eines Sicherheitsdienstleisters gibt es aber keinen Trend zu mehr Aufträgen von Freibädern.

Wer hat das Sagen im Freibad?

Immer der Bademeister. Er ist laut DLRG verantwortlich. Rettungsschwimmer können ihn bei der Arbeit unterstützen, mehr Rechte haben sie nicht.

(Von Wolfgang Dahlmann und Carsten Linnhoff, dpa)
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