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Höhlenjungen dürfen Krankenhaus womöglich bald verlassen

Die geretteten Jugendfußballer sind guter Dinge. Diese Woche kommen sie aus dem Krankenhaus. Vorbei ist der Rummel um ihr Schicksal damit aber nicht.
Einige der geretteten zwölf Jungen in ihrem Krankenzimmer. Vermutlich werden sie bald entlassen. Foto: Chiang Rai Prachanukroh Hospital Einige der geretteten zwölf Jungen in ihrem Krankenzimmer. Vermutlich werden sie bald entlassen.
Bangkok. 

Die zwölf aus einer Höhle geretteten thailändischen Jugendfußballer und ihr Trainer sollen in der neuen Woche aus dem Krankenhaus entlassen werden - möglicherweise schon am Donnerstag.

„Wir werden das Entgegenkommen der Medien brauchen, während sich die Jungen und ihre Familien wieder an den Alltag gewöhnen”, sagte Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsatayadorn Reportern am Samstag. „Wir helfen ihnen, sie auf die Aufmerksamkeit vorzubereiten, die sie von den Medien erhalten werden.” Ein Taucher, der bei ihrer Rettung ums Leben kam, wird jetzt vom König geehrt.

Die letzten Jungen und der 25 Jahre alte Trainer waren am Dienstagabend aus der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes befreit worden. Sie liegen derzeit alle zur Beobachtung im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai. Nach Angaben der Ärzte geht es ihnen gut.

Auf einem Video des Gesundheitsministeriums war zu sehen, wie die Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren ihren Rettern und der Öffentlichkeit für ihre Unterstützung danken. Die Jugendlichen sprechen in dem Video auch über Gerichte, die sie gerne essen würden. Die Ernährung der Jungen wird noch streng kontrolliert. Einige hatten während ihrer Zeit in der Höhle bis zu fünf Kilogramm abgenommen. Dort hatten sie seit dem 23. Juni ausharren müssen, nachdem ihnen eine Sturzflut den Weg nach draußen abgeschnitten hatte.

Der thailändische König Maha Vajiralongkorn erließ am Samstag ein Dekret zu Ehren des bei der Rettungsaktion umgekommenen Tauchers. Er ernannte den verunglückten Saman Kunan posthum zum Kapitänleutnant und ehrte ihn mit dem Weißen Elefantenorden erster Klasse.

Der 37 Jahre alte Taucher war am Freitag vor einer Woche ums Leben gekommen. Dem ehemaligen Soldaten der Spezialeinheit Navy Seals, der zuletzt als Sicherheitsmann arbeitete, ging bei einem Tauchgang die Luft aus. Inzwischen wird er in seiner Heimat wie ein Held verehrt.

Auch ein Denkmal für den mutigen Retter ist schon geplant. Eine überlebensgroße Skulptur soll im Waldpark Tham Luang-Khun Nam Nang Non errichtet werden, in dem die Höhle liegt, aus der die jungen Fußballer gerettet wurden. Der renommierte thailändische Bildhauer Chalermchai Kositpipat kündigte am Freitag an, das Denkmal aus eigener Tasche zu bezahlen, wie das Online-Portal der Zeitung „Bangkok Post” berichtete.

Die spektakuläre Rettung selbst könnte zudem bald auf der großen Leinwand laufen. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der US-amerikanischen Produktionsfirma Pure Flix Entertainment, am Dienstag in einer Videobotschaft auf Twitter.

(dpa)
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