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Indonesien beklagt wieder Tote durch Erdbeben

Retter bekommen nach dem Erdbeben auf Sulawesi einen weiteren Tag, um nach Vermissten zu suchen. Da wackelt in Indonesien schon wieder die Erde. Das bekommen auch Teilnehmer der IWF-Tagung auf Bali zu spüren.
Feuerwehrleute auf der Suche nach Verschütteten. Bilder > Foto: Dita Alangkara/AP Feuerwehrleute auf der Suche nach Verschütteten.
Jakarta. 

Zwei Wochen nach dem schlimmen Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi mit vermutlich Tausenden Toten haben Erdstöße die Inseln Java und Bali erschüttert.

Mindestens drei Menschen wurden von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen, wie der Nationale Katastrophenschutz am Donnerstag mitteilte. Das Beben vor der Nordküste von Java spürten auch Teilnehmer der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Bali. Alle seien aber in Sicherheit gewesen, teilte der IWF mit. Auf Sulawesi, wo noch viele Menschen seit dem Beben der Stärke 7,4 Ende September vermisst werden, verlängerte die indonesische Regierung die Suche bis Freitag.

Behörden gaben am Donnerstag die offizielle Zahl der Toten auf Sulawesi mit 2073 an. Allerdings wird befürchtet, dass unter Trümmern und Schlamm noch Tausende mehr begraben liegen. Nach dem Beben vom 28. September hatte ein Tsunami das Gebiet um die Küstenstadt Palu verwüstet. Ganze Straßenzüge und Stadtteile versanken in der Erde.

„Wir können die Zahl der Vermissten noch nicht beziffern, weil wir noch die Daten sammeln”, sagte Sutopo Nugroho, Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde, am Donnerstag. Aus drei zerstörten Orten, an denen viele Opfer vermutet werden, sollen Gedenkparks werden.

Die indonesische Regierung hatte der Katastrophenschutzbehörde ursprünglich bis Donnerstag Zeit gegeben, um den Notfalleinsatz und die Bergung von Leichen abzuschließen. Danach sei die Seuchengefahr zu groß, hieß es. Sie werde ihre Arbeit nun aber erst Freitagabend (Ortszeit) nach Sonnenuntergang einstellen.

Der IWF hatte sich nach dem Beben auf Sulawesi auch aus Solidarität mit Indonesien entschieden, seine Jahreskonferenz wie geplant auf Bali abzuhalten. In der Nacht zum Donnerstag bebte es dann erneut. Die US-Erdbebenwarte USGS und das Helmholtz-Zentrum Potsdam gaben die Stärke übereinstimmend mit 6,0 an. Das Zentrum des Bebens lag in etwa zehn Kilometern Tiefe im Meer nördlich der Provinz Java Timur und 160 Kilometer nordwestlich von Bali.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Inselstaat hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt. Auch Erdbeben und Tsunamis kommen dort häufiger vor.

(dpa)
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