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Unwetter: „Irma“ bedroht Karibik-Inseln

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde zieht ein Tropensturm auf die Karibik zu. Die Inselbewohner bereiten sich auf das Schlimmste vor.
Im französischen Überseegebiet Saint Martin sichern die Menschen ihre Häuser vor dem drohenden Hurrikan „Irma“. Foto: LIONEL CHAMOISEAU (AFP) Im französischen Überseegebiet Saint Martin sichern die Menschen ihre Häuser vor dem drohenden Hurrikan „Irma“.
San Juan. 

Der Tropensturm „Irma“ hat über dem Atlantik weiter an Kraft gewonnen und ist als Hurrikan der höchsten Stufe 5 auf die Karibik zugezogen. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde gemessen, wie das Nationale Hurrikanzentrum in den USA am Dienstag mitteilte. Er ist damit noch stärker als der Wirbelsturm „Harvey“, der Ende August die US-Bundesstaaten Texas und Louisiana heimsuchte. Der Sturm sei extrem gefährlich, schrieben die Meteorologen in ihrem Bericht. Es sei mit hohen Wellen, starkem Regen und Erdrutschen zu rechnen.

Die Menschen in der Karibik bereiten sich unterdessen auf die Ankunft des schweren Hurrikans vor. „Wir sollten das sehr ernst nehmen. Alle, die in Überschwemmungsgebieten wohnen, sollten die Notunterkünfte aufsuchen“, sagte der Gouverneur des US-Außengebiets Puerto Rico, Ricardo Rosselló Nevares, am Dienstag. Der Gouverneur mobilisierte die Nationalgarde und kündigte die Einrichtung von Notunterkünften für 62 000 Menschen an. Ein mit einem Feldkrankenhaus ausgestatteter US-Flugzeugträger wurde vorsorglich in die Region geschickt. Die Hauptstadt San Juan im Norden der Insel ordnete für 900 Beamte – darunter Polizisten, medizinisches Personal und Sozialarbeiter – Sonderschichten an. Die Schulen blieben am Dienstag geschlossen. Bürgermeisterin Carmen Yulín Cruz Soto warnte, selbst wenn „Irma“ Puerto Rico nicht direkt treffen wird, könnten heftiger Regen und Überschwemmungen in seinem Gefolge schwere Schäden anrichten.

Der Hurrikan steuerte auf die Karibik zu und könnte nach Vorhersagen am Dienstagabend oder Mittwoch (Ortszeit) über Teile der Kleinen Antillen hinwegfegen. Es gab Hurrikanwarnungen unter anderem für Antigua und Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélemy, die US-Jungferninseln und Puerto Rico.

„Wir sind bereit, wenn uns der Sturm treffen sollte“, sagte die Notfallkoordinatorin von Barbuda, Tessa Webber, der Zeitung „The Daily Observer“. „Die Rettungsteams stehen bereit. Wir haben Fahrzeuge, um die Menschen in die Notunterkünfte zu bringen.“ Das Notfallzentrum der Dominikanischen Republik empfahl den Bewohnern, sich auf den Sturm vorzubereiten. Die Menschen sollten sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln eindecken, Taschenlampen und batteriebetriebene Radios bereitlegen und sich über die Lage der Notunterkünfte informieren.

„Ich rufe die Bürger und Bewohner auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Schäden durch Hurrikan „Irma“ möglichst gering zu halten“, sagte der Premierminister von St. Kitts und Nevis, Timothy Harris. „Jeder einzelne muss dafür sorgen, dass Leben geschont werden und die Aufräumarbeiten schnell erledigt werden können. Wir müssen sofort handeln.“

Auf seinem Zug könnte der Sturm auch die Dominikanische Republik, Kuba, Haiti und die Bahamas bedrohen. Urlauber müssten mit starkem Regen und Wind rechnen, in deren Folge es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann, teilte das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für mehrere Karibikstaaten hin.

Ob und wo „Irma“ auch auf das US-Festland trifft, war zunächst unklar. Für seine sichere Vorhersage sei es noch zu früh, teilte das Hurrikanzentrum mit. Gleichwohl wurde für den Bundesstaat Florida vorsorglich der Ausnahmezustand erklärt. Am Wochenende könnte der Sturm die Küste erreichen, wenn er nicht vorher wieder aufs offene Meer abdreht. Erst am 25. August war der Sturm „Harvey“ auf die osttexanische Küste getroffen und hatte weite Gebiete unter Wasser gesetzt.

(dpa,afp)
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