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Japan: Reporterin stirbt nach 159 Überstunden in einem Monat

Grund für die Überstunden war, dass sie für den Sender nacheinander über zwei Wahlen berichtet hatte. Im Monat vor ihrem Tod hatte sie deshalb nur zwei freie Tage. Sie starb drei Tage nach dem zweiten Wahltag.
Bürogebäude in Tokio: Tod durch Überarbeitung ist in Japan so verbreitet, dass dafür eigens das Wort „karoshi” geprägt wurde. Foto: Franck Robichon Foto: dpa Bürogebäude in Tokio: Tod durch Überarbeitung ist in Japan so verbreitet, dass dafür eigens das Wort „karoshi” geprägt wurde. Foto: Franck Robichon
Tokio. 

Eine japanische Reporterin ist offenkundig nach massiver Arbeitsüberlastung an Herzversagen gestorben. Die 31-jährige Politikjournalistin hatte im Jahr 2013 in einem Monat 159 Überstunden angesammelt.

Das berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf den öffentlich-rechtlichen japanischen Rundfunk NHK, für den die Frau gearbeitet hatte. Der Intendant des Senders, Ryoichi Ueda, entschuldigte sich bei der Familie der Frau.

Die Arbeitsbehörden seien zu dem Ergebnis gekommen, dass der Tod der Frau auf Überarbeitung zurückgehe, erklärte NHK. Man nehme den Fall sehr ernst und werde die Arbeit der eigenen Journalisten reformieren.

Tod durch Überarbeitung ist in Japan so verbreitet, dass dafür eigens das Wort „karoshi” geprägt wurde. In einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2016 gaben 23 Prozent der befragten Firmen an, dass manche ihrer Mitarbeiter auf mehr als 80 Überstunden pro Monat kommen. Ein Jahr zuvor wurden 93 Fälle von Selbstmord oder versuchtem Suizid infolge von Überarbeitung offiziell anerkannt.

(dpa)
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