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Junger Buckelwal tot aus Ostsee gezogen

Irrgast in der Ostsee: Ein junges Buckelwal-Weibchen treibt tot im Wasser. Normalerweise sollte das Tier in der Arktis schwimmen. Eine erste Begutachtung des Kadavers liefert Hinweise auf die mögliche Todesursache.
Ein Wal-Kadaver wird an den Ostseestrand geschleppt und geborgen. Foto: Bernd Wüstneck Ein Wal-Kadaver wird an den Ostseestrand geschleppt und geborgen.
Graal-Müritz. 

Eine 8,65 Meter lange Buckelwal-Dame ist in Mecklenburg-Vorpommern tot aus der Ostsee geborgen worden. Das rund zehn Monate alte Jungtier habe sich wahrscheinlich verirrt, sagte Timo Moritz von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund.

Normalerweise leben Buckelwale im Atlantik. „Es kommt aber immer wieder vor, dass einzelne Exemplare bis nach Rügen schwimmen und sich dort mit Hering vollfressen”, erklärte der Wissenschaftler. Diese Besucher nennen die Wissenschaftler „Irrgäste”. In der Regel fänden die schlauen Buckelwale aber den Weg über die Nordsee zurück in ihre heimatlichen Gefilde zwischen Arktis und Karibik.

Nach einer ersten Begutachtung des Kadavers im Meeresmuseum Stralsund schätzten die Experten, dass der Buckelwal seit gut einer Woche tot ist. Das junge Tier sei zudem schlecht ernährt, erklärte der Wissenschaftler. Ob Verhungern aber die Todesursache war, könne erst nach einer vollständigen Sektion gesagt werden.

Das verendete Buckelwal-Weibchen war nach Angaben der Experten am Samstagnachmittag vor Graal-Müritz im Wasser treibend gesichtet worden. Einsatzkräfte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Feuerwehr schleppten den Kadaver demnach mit einem Boot an Land. Mit Traktoren und Feuerwehrfahrzeugen sei der Wal den Strand hinaufgezogen und anschließend auf einen Laster verladen worden.

(dpa)
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