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Junger Feuerwehrmann stirbt bei Unfall in Löschfahrzeug

Es sollte für die Mitglieder der Coburger Feuerwehr eine harmlose Routinefahrt mit ihren Fahrzeugen werden - doch dann kam es zu einem tödlichen Unfall. Gaffer störten die Rettungsarbeiten.
Feuerwehrleute und Rettungssanitäter stehen an einer Unfallstelle, an der ein Feuerwehrfahrzeug gegen eine Hauswand geprallt war. Foto: Ittig/NEWS5 Feuerwehrleute und Rettungssanitäter stehen an einer Unfallstelle, an der ein Feuerwehrfahrzeug gegen eine Hauswand geprallt war.
Coburg. 

Ein junger Feuerwehrmann ist bei einem Unfall mit einem Löschfahrzeug in Coburg ums Leben gekommen. Auf einer Übungsfahrt war das Feuerwehrauto aus bislang ungeklärter Ursache beim Linksabbiegen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, gegen eine Mauer geprallt und umgekippt.

Der 20-Jährige, der auf dem Beifahrersitz saß, wurde eingeklemmt. Rettungskräfte kamen ihrem Kollegen am Montagabend zwar zu Hilfe und konnten ihn befreien - er starb jedoch wenig später im Krankenwagen an seinen schweren Verletzungen.

Die Arbeiten der Rettungskräfte wurden nach Angaben der Polizei Coburg von aggressiven Gaffern gestört. Ein 43-Jähriger und sein 15 Jahre alter Sohn gingen demnach in den abgesperrten Bereich an der Unfallstelle und wollten mit einem Smartphone Videos machen. Ein Feuerwehrmann bat die beiden daraufhin, nicht zu filmen und wegzugehen. Laut Polizei griff der 43-Jährige den ehrenamtlichen Feuerwehrmann verbal an und drohte: „Ich hau' dir eine aufs Maul!”

Nun versuchten beide, von der anderen Straßenseite aus, Aufnahmen vom Unfallort zu bekommen. Als eine Polizeistreife kam, wollten sich die beiden zunächst nicht ausweisen und mussten deshalb mit auf die Dienststelle. Gegen den 43-Jährigen ermittelt nun die Polizei wegen Nötigung, Beleidigung und möglicher unterlassener Hilfeleistung.

Der 47 Jahre alte Fahrer des Löschfahrzeugs erlitt leichte Verletzungen, stand aber unter Schock. Er war deshalb zunächst auch nicht vernehmungsfähig. Um die genaue Unfallursache zu klären, hat die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen beauftragt.

Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, waren Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr Coburg in einer Kolonne für eine Übungsfahrt unterwegs, als sich der Unfall ereignete.

(dpa)
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