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Mann und Kinder tot entdeckt

Die Polizei entdeckt zwei Kleinkinder tot im Wohnhaus einer Familie im schleswig-holsteinischen Wedel. Im benachbarten Hamburg gibt es einen toten Erwachsenen. Die Ermittler sind intensiv auf Spurensuche und nach möglichen Zusammenhängen.
Polizisten kommen aus dem Haus, in dem zwei tote Kinder aufgefunden wurden. Foto: Bodo Marks (dpa) Polizisten kommen aus dem Haus, in dem zwei tote Kinder aufgefunden wurden.
Wedel/Hamburg. 

Eine beschauliche Wohngegend in Wedel vor den Toren Hamburgs: Vor dem weißen Bungalow steht eine Holzbank, im Garten hängen zwei Schaukeln am Baum. Gäbe es die rot-weißen Absperrbänder der Polizei nicht, würde die Idylle nicht auf einen Tatort schließen lassen. Doch im Haus wurden zwei tote Kinder gefunden: ein fünfjähriges Mädchen und ein zwei Jahre alte Junge, Geschwister. Selbst Polizisten vor Ort sind erschüttert: „Es ist ein sehr trauriges Bild“, sagte ein Sprecher. „Wenn man Kinderschaukeln im Garten sieht, kommen Emotionen hoch.“

Die Polizei informiert an diesem Sonntag die herbeigeeilten Journalisten und Kameraleute über das, was zunächst gesagt werden kann. Die Großeltern sollen am Morgen einen Notruf abgesetzt haben, weil sie sich Sorgen um die Familie machten. Als die Beamten das Einfamilienhaus überprüfen, wird aus Ungewissheit schreckliche Realität: Die Kinder sind tot. „Es spricht alles für ein Tötungsdelikt. Zwei Kinder sterben ja nicht einfach nebeneinander“, sagt der Sprecher.

Suizid im Hochhaus

Doch wer hat sie getötet? Spekulationen kommen auf, weil aus dem benachbarten Hamburger Stadtteil Rissen ein weiterer Todesfall bekannt wird. Dort soll nach Angaben der Hamburger Polizei ein Mann Suizid begangen haben. Eine Bewohnerin des siebengeschossigen Hauses ist erschüttert, als sie zum Spaziergang aufbrechen will und vor dem Gebäude auf Polizisten und Rettungskräfte trifft. „Gehen Sie einfach weiter“, wird sie aufgefordert.

Medienberichten zufolge soll der Mann erst seine Kinder und dann sich selbst getötet haben. Der Sprecher der Polizei Segeberg spricht von einer „Familientragödie“, bestätigte allerdings einen Zusammenhang der Leichenfunde zunächst nicht. Auch von der 37 Jahre alten Mutter der Geschwister fehlt jede Spur. Am Nachmittag fährt vor dem Wedeler Wohnhaus ein Polizei-Fahrzeug mit Rettungshunden vor.

Das Einfamilienhaus steht in einer ruhigen, beschaulichen Wohngegend. Unweit vom Tatort entfernt fuhren am Nachmittag Jugendliche mit ihren Skateboards über die Straße.

Polizei sperrt Straße ab

Einige Leute kommen vorbei und wollen angesichts von Polizei, Kamerateams und Reportern von den Journalisten wissen, was los ist. Vor dem alleinstehenden Haus direkt am Waldrand war am Mittag außer einem Polizeiwagen zunächst wenig zu sehen. Hohe Büsche verwehrten einen genaueren Blick in das Haus und den Garten. Immer wieder betraten und verließen Ermittler das Gebäude. Die Straße war zunächst mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.

Für die Nachbarn scheint dies alles unfassbar. Anwohner aus der Sackgasse lassen sich an diesem milden Herbsttag nicht sehen. Für sie werde eine seelsorgerische Betreuung organisiert, sagt der Polizeisprecher. Während die einen Trost suchen angesichts des schockierenden Dramas von nebenan gehen die Ermittler und Spurensucher professionell ihrer Arbeit nach, um Erklärungen für die Tragödie zu finden.

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