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Messerstecher tötet Mann in Zug bei Tokio

In Japan sticht ein Mann mit einem Messer auf Passagiere eines Zuges ein. Ein 38-Jähriger wird getötet. Das Motiv für die Tat liegt im Dunkeln. Hatte der mutmaßliche Täter psychische Probleme?
Feuerwehrleute gehen durch den Bahnhof in Odawara. Ein Schnellzug hat nach einem Messerangriff außerplanmäßigen halt in dem Bahnhof eingelegt. Foto: Kyodo News Feuerwehrleute gehen durch den Bahnhof in Odawara. Ein Schnellzug hat nach einem Messerangriff außerplanmäßigen halt in dem Bahnhof eingelegt.
Tokio. 

Ein Mann in Japan hat in einem Hochgeschwindigkeitszug mit einem Messer auf Mitreisende eingestochen.

Ein 38-Jähriger starb später an seinen Verletzungen im Krankenhaus, wie japanische Medien am Sonntag unter Berufung auf die Polizei berichteten. Zwei Frauen wurden zudem von dem Messerstecher schwer verletzt.

Die Bahn legte demnach einen Nothalt ein, kurz nachdem der Zug Tokio verlassen hatte. Die Polizei nahm einen 22-jährigen Arbeitslosen fest. Das Tatmotiv war zunächst unklar. Der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, gab der Verdächtige an, frustriert zu sein.

Demnach war der Zug am Samstagabend auf dem Weg nach Osaka rund 500 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Tokio, als der bewaffnete Mann anfing, auf Passagiere einzustechen. Ein Mitreisender habe die Polizei per Notruf informiert und gesagt, es sei eine mit einem Messer hantierende Person an Bord des Zugs, Menschen würden bluten. Zum Tatzeitpunkt befanden sich demnach rund 880 Reisende in dem Zug.

Laut Angaben der Polizei wurden die Opfer mit Stichen im Hals und anderen Körperteilen ins Krankenhaus gebracht, wo der 38-Jährige an seinen Verletzungen starb. Nach der Tat seien in dem Abteil, wo der Täter gewütet hatte, zwei Messer gefunden worden.

Dem Kyodo-Bericht zufolge könnte der mutmaßliche Täter psychische Probleme gehabt haben. „Ich habe mir immer Sorgen um ihn gemacht”, zitiert die Nachrichtenagentur eine 81-Jährige, bei der sich um eine Verwandte des Verdächtigen handeln soll.

Der junge Mann hatte demnach zeitweise bei der Frau in Okazaki in Mitteljapan gelebt. Er sei wegen eines psychischen Leidens im Krankenhaus behandelt worden, sagte sie der Agentur. Später habe er eine Arbeit gefunden und sei bei ihr ausgezogen. Nach eigenen Angaben hatte die Frau immer wieder versucht, den Mann über sein Handy zu erreichen, aber keinen Erfolg gehabt.

(dpa)
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