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Misshandlungs-Prozess um Sex-Falle für Mongols-Rocker

Seit fast vier Monaten verhandelt das Hamburger Landgericht gegen fünf junge Männer und zwei Frauen. Sie sollen einen Mongols-Rocker in eine Sex-Falle gelockt haben - und ihn schwer misshandelt haben.
Die Angeklagten mit ihren Anwälten im Landgericht Hamburg. Sie sollen einen Rocker der Mongols in eine Falle gelockt und schwer misshandelt haben. Foto: Lukas Schulze Die Angeklagten mit ihren Anwälten im Landgericht Hamburg. Sie sollen einen Rocker der Mongols in eine Falle gelockt und schwer misshandelt haben. Foto: Lukas Schulze
Hamburg. 

Im Prozess um die schwere Misshandlung eines Mongols-Rockers in Hamburg sollen heute die Plädoyers gehalten werden. Seit Mitte Juni stehen fünf junge Männer und eine Frau im Alter zwischen 21 und 25 Jahren vor Gericht.

Das Verfahren gegen eine weitere Angeklagte wurde abgetrennt. Der mutmaßliche Haupttäter soll nach früheren Angaben eines Gerichtssprechers Verbindung zum rivalisierenden Rockerclub Hells Angels gehabt haben.

Der Anklage zufolge versprach einer der Mittäter Anfang Januar dem Mongol Sex mit den beiden Frauen. Sie holten ihn mit einem Auto ab und fuhren gemeinsam in eine Gartenlaube, wo sie ihn schwer misshandelten. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Wenige Tage vor der Tat war auf den Mongol an der Reeperbahn geschossen worden. Er hatte versucht, mit anderen Mongols vor einem Angriff der Hells Angels in einem Taxi zu flüchten. Auf die Zwischenfälle hatte die Polizei mit der Gründung einer Sonderkommission reagiert. Die Mongols gelten inzwischen als aufgelöst. Nur zwei Tage nach Beginn des Prozesses im Juni verletzte ein Unbekannter in Hamburg-Schnelsen einen ehemaligen Vize-Chef der Mongols (25) und dessen 21 Jahre alte Freundin mit Schüssen schwer.

Die Hells Angels sind seit 1983 in Hamburg verboten. Ein 45 Jahre alter Boss der Rockervereinigung in Gießen wurde am Freitag erschossen, die Hintergründe dieser Tat sind unklar.

(dpa)
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