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Morde auf offener Straße in Malmö: Keine Tat ist aufgeklärt

Blick auf den Markt am Möllevangstorget im Stadtteil Möllevangen in Malmö. Seit einem Jahr treiben Morde auf offener Straße die südschwedische Stadt um. Foto: Julia Wäschenbach Blick auf den Markt am Möllevangstorget im Stadtteil Möllevangen in Malmö. Seit einem Jahr treiben Morde auf offener Straße die südschwedische Stadt um. Foto: Julia Wäschenbach
Malmö. 

Von den tödlichen Schießereien, die die südschwedische Stadt Malmö seit mehr als einem Jahr umtreiben, ist noch keine einzige Tat aufgeklärt.

„Es ist immer sehr schwierig, solche Verbrechen aufzuklären, die sich in kriminellen Milieus abspielen”, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen. Häufig seien Täter oder Opfer in Drogengeschäfte verwickelt gewesen, wie zuletzt bei dem Mord an einem 23-Jährigen in einem Problemviertel Ende März.

17 Menschen sind in der Stadt mit rund 330 000 Einwohnern seit Anfang 2016 auf offener Straße getötet worden. Hinzu kommen noch mehrere völlig anders gelagerte Fälle von Mord und Totschlag. Eine Zahl zum Vergleich: In der deutschen Großstadt Hannover mit rund 530 000 Einwohnern gab es im ganzen Jahr 2016 elf vollendete Tötungsdelikte.

Die Aufklärung falle der schwedischen Polizei auch deshalb schwer, weil nicht viele Zeugen bereit seien, auszusagen, sagte der Forscher Manne Gerell von der Hochschule Malmö. Die Ermittler „kennen die meisten Menschen, die in diesen Netzwerken aktiv sind, aber sie tun sich schwer damit, Beweise zu finden”.

(dpa)
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