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Nackte stürmen Supermarkt in Nordfriesland

Einem Nackten kann man in die Tasche greifen: In Nordfriesland rennen unbekleidete Kunden einem Ladenbesitzer die Bude ein. Der lockt mit dem Angebot: Wer sich auszieht, bekommt Rabatt. Einige haben zwar nichts an, aber immerhin einen Einkaufszettel dabei.
Das nackte Shoppen hat einen Vorteil: Jeder sieht sofort, dass die Kundinnen es sich leisten können, den Einkaufswagen mit Süßigkeiten zu füllen. Foto: dpa Das nackte Shoppen hat einen Vorteil: Jeder sieht sofort, dass die Kundinnen es sich leisten können, den Einkaufswagen mit Süßigkeiten zu füllen. Foto: dpa
Süderlügum. 

Nackte zwischen Nutella-Gläsern, Gummibärchen und Schnaps: Hundert unbekleidete Kunden haben am Samstag einen Supermarkt an der deutsch-dänischen Grenze gestürmt. Sie waren zu einer Eröffnung der ungewöhnlichen Art gekommen. Der neue "Priss"-Markt in dem kleinen nordfriesischen Ort Süderlügum hatte den ersten 100 Kunden, die sich bei der Eröffnung nackt ausziehen, einen freien Einkauf für 2000 Kronen (etwa 270 Euro) versprochen.

Geschäftsführer Nils Sterndorff zeigte sich vom Erfolg seiner Eröffnungskampagne überwältigt. "Fantastisch, ich habe nie gedacht, dass 100 kommen, habe gedacht, es kommen vielleicht 10", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Es seien jeweils 20 Nackte in den Laden gelassen worden, dann kamen die nächsten. "Mein Laden ist voll mit Leuten ohne Kleider", staunte Sterndorff.

Die ersten Kunden hatten nach seinen Angaben die Nacht im Zelt verbracht, um rechtzeitig da zu sein. Nach Angaben von Beobachtern waren mehrere hundert Menschen zu dem Nackt-Shoppen gekommen, die Polizei sprach von 250. Doch nur die ersten 100 durften sich ausziehen und nackt mit dem Einkaufswagen durch die Gänge düsen.

Die meisten Kunden waren Dänen, die in Grenzgeschäften traditionell billigeren Alkohol und Süßwaren kaufen. Da wurde dann der Einkaufswagen bis oben hin voll geladen. Kistenweise packten die Nackten Bier, Cola oder Limonade drauf. Einige hatten zwar nichts an, aber immerhin einen Einkaufszettel dabei.

Verfolgt wurde die Aktion von zahlreichen Fotografen und Kameraleuten sowie der Polizei. Die war mit drei Einsatzwagen vor Ort, hatte aber nach Angaben eines Sprechers keinen Grund einzugreifen. Alles sei gesittet zugegangen.

(dpa)
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