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Öffentliche Untersuchung von Londoner Hochhausbrand beginnt

Bei dem Brand im Grenfell Tower starben im Juni mindestens 81 Menschen. Foto: Peter Cary Bei dem Brand im Grenfell Tower starben im Juni mindestens 81 Menschen.
London. 

In London hat eine öffentliche Untersuchung des tödlichen Hochhausbrands begonnen, bei dem im Juni mindestens 81 Menschen starben. Martin Moore-Bick, ein ehemaliger Richter, wurde von Premierministerin Theresa May zum Leiter der Untersuchung bestellt.

Er stellte einen ersten Bericht bis April kommenden Jahres in Aussicht. Die Untersuchung soll „den unmittelbaren Grund oder die Gründe des Feuers und die Weise, auf die es sich ausgebreitet hat,” klären. Zudem wird die Reaktion der Behörden und der Feuerwehr untersucht.

Der Brand sei eine „in der modernen Zeit nie da gewesene Tragödie”, sagte Moore-Bick. Viele Menschen hätten bei dem Feuer alles verloren und seien für ihr tägliches Leben auch jetzt noch auf andere angewiesen. „Die Untersuchung kann nichts davon rückgängig machen, aber sie kann und wird Antworten auf die dringliche Frage danach bringen, wie eine Katastrophe dieses Ausmaßes im London des 21. Jahrhunderts passieren konnte.” Er hoffe, dass dies den Betroffenen zumindest ein bisschen Trost bringen werde, sagte Moore-Bick.

Bei dem Feuer am 14. Juni hatten sich die Flammen rasend schnell über die Außenverkleidung des 24-stöckigen Grenfell Towers ausgebreitet. Bewohner hatten zuvor mehrfach Bedenken an der Sicherheit des Sozialbaus geäußert. Politisch unter Druck, hatte Premierministerin Theresa May deshalb die öffentliche Untersuchung zugesagt.

(dpa)
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