PIAnissimo: Barsche Mütter

Die Abwärtsspirale der sozialen Umgangsformen dreht sich immer schneller. Denn während sich früher Kinder in Trotzphasen mal schlecht benahmen, sind es jetzt offenbar ihre Mütter.
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Die Abwärtsspirale der sozialen Umgangsformen dreht sich immer schneller. Denn während sich früher Kinder in Trotzphasen mal schlecht benahmen, sind es jetzt offenbar ihre Mütter.

Wie eine US-Studie herausgefunden haben will, lässt die Wirtschaftskrise nämlich Mütter barsch werden. So wirke sich gerade nachlassende Kauflaune im Ort fürchterlich auf Frauen aus, die durch genetische Veranlagung besonders empfindlich sind. Selbst wenn ihre eigene Familie gar nicht von Armut bedroht war, wurden sie unleidlich, schrien ihre Kinder öfter an und drohten ihnen. Ihr Erziehungsstil wurde „ruppig“.

Das mag für den Nachwuchs nach einer typisch erwachsenen Ausrede klingen. Aber es zeigt natürlich nur, welch wichtige Ventilfunktion das Einkaufen für Frauen hat. Wenn eine Frau dort nicht ihren Schnäppchenjagdtrieb ausleben, ihre ähnlich wohlhabenden Konkurrentinnen ausstechen und beim Kaufen Glückshormone ausschütten kann, ist ihr emotionales Gleichgewicht nur sehr schwer wiederherzustellen.

Erfahrene Kinder wissen daher schon: Wenn ihre Mutter trotzig zu werden droht, lassen sie sie am besten einkaufen und tauchen selbst ins Spieleparadies ab. Denn nach einer Stunde Shopping und intensivem Kuscheln mit ihrem Portemonnaie hat sie sich meistens schon wieder beruhigt.

(br)
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