Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Anzeigen

PIAnissimo: Barsche Mütter

Die Abwärtsspirale der sozialen Umgangsformen dreht sich immer schneller. Denn während sich früher Kinder in Trotzphasen mal schlecht benahmen, sind es jetzt offenbar ihre Mütter.
Pia Rolfs Pia Rolfs

Die Abwärtsspirale der sozialen Umgangsformen dreht sich immer schneller. Denn während sich früher Kinder in Trotzphasen mal schlecht benahmen, sind es jetzt offenbar ihre Mütter.

Wie eine US-Studie herausgefunden haben will, lässt die Wirtschaftskrise nämlich Mütter barsch werden. So wirke sich gerade nachlassende Kauflaune im Ort fürchterlich auf Frauen aus, die durch genetische Veranlagung besonders empfindlich sind. Selbst wenn ihre eigene Familie gar nicht von Armut bedroht war, wurden sie unleidlich, schrien ihre Kinder öfter an und drohten ihnen. Ihr Erziehungsstil wurde „ruppig“.

Das mag für den Nachwuchs nach einer typisch erwachsenen Ausrede klingen. Aber es zeigt natürlich nur, welch wichtige Ventilfunktion das Einkaufen für Frauen hat. Wenn eine Frau dort nicht ihren Schnäppchenjagdtrieb ausleben, ihre ähnlich wohlhabenden Konkurrentinnen ausstechen und beim Kaufen Glückshormone ausschütten kann, ist ihr emotionales Gleichgewicht nur sehr schwer wiederherzustellen.

Erfahrene Kinder wissen daher schon: Wenn ihre Mutter trotzig zu werden droht, lassen sie sie am besten einkaufen und tauchen selbst ins Spieleparadies ab. Denn nach einer Stunde Shopping und intensivem Kuscheln mit ihrem Portemonnaie hat sie sich meistens schon wieder beruhigt.

(br)
Zur Startseite Mehr aus Panorama

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2015 Frankfurter Neue Presse