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PIAnissimo: Kampfradler

Von In Deutschland gibt es fast keine Giftschlangen, Raubtiere halten sich von den Menschen fern, und Tropenkrankheiten werden höchstens mal importiert. Aber niemand sollte sich zu früh freuen. Denn Bundesverkehrsminister Ramsauer hat auf seinen Forschungsreisen durch den Verkehrsdschungel eine gefährliche neue Spezies entdeckt: den Kampfradler.
Pia Rolfs Pia Rolfs

Dieser ist offenbar, ähnlich wie der Kampfhund, von Natur aus aggressiv. Entweder jagt er Fußgänger, die gerade gemütlich auf seinem Fahrradweg spazieren gehen. Oder er dringt in das Revier der stets regeltreuen Autofahrer ein: die Straße. Dort zwingt er friedlich dahinrasende Wagen rücksichtslos zu gefährlichen Bremsmanövern, oft unter Einsatz seines eigenen Lebens. Manche Kampfradler werfen sich sogar auf Windschutzscheiben, gegen sich öffnende Autotüren und auf den Asphalt. Kein Wunder, dass die Autofahrer Angst haben.

Immerhin zeigt der Kampfradler eine Fitness und Schnelligkeit, die etwa bei Bundeswehrsoldaten oft vermisst wird. Verkehrs- und Verteidigungsministerium planen daher heimlich die Entsendung von Kampfradler-Einheiten nach Afghanistan. Dafür wird der Bundestag zwar kein grünes Licht geben. Aber umso besser! Denn Kampfradler sind naturgemäß grünblind und fahren deswegen nur bei Rot.

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