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Weltweit begrüßen die Menschen das neue Jahr: Partys, Zocken und Kristallkugel

Nicht überall steigen heute Abend Raketen in den Himmel. Am Times Square in New York werden keine Böller gezündet, in der Antarktis grillen die Forscher bei Sonnenschein. Und auch in einigen Gebieten der Schweiz gibt es einen Grund, diesmal auf Feuerwerk zu verzichten.
Mehr als 100.000 Besucher werden zur Silvesterparty am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni erwartet. Foto: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild) Mehr als 100.000 Besucher werden zur Silvesterparty am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni erwartet.
Berlin. 

Milliarden Menschen begrüßen 2017 – um 11 Uhr deutscher Zeit beginnt das Jahr heute bereits auf Samoa; in Hawaii dagegen nach Mitteleuropäischer Zeit erst um 11 Uhr am 1. Januar. So wird weltweit gefeiert:

China: Der 1. Januar ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr aber diesmal erst Ende Januar. Silvester feiern oft nur junge Leute in Großstädten.

Griechenland: An Silvester zocken die Griechen, was das Zeug hält. Beim traditionellen Kartenspiel „31“ gilt Gewinnen als Omen für finanzielles Glück im neuen Jahr. Verlierer haben dagegen angeblich Glück in der Liebe.

Berlin : Bei Deutschlands größter Silvesterfeier rund um das Brandenburger Tor sind auf der Feiermeile Böller, Raketen, Flaschen und Dosen seit Jahren verboten; Taschen werden kontrolliert. Dennoch sollen nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche die Sicherheitsvorkehrungen stark erhöht werden.

Schweiz: Die Schweiz erlebt den trockensten Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 150 Jahren. Für die Bewohner in den besonders trockenen Gebieten bedeutet das einen Verzicht auf Feuerwerk – wegen der Brandgefahr.

Paris: In Paris erwartet die Stadtverwaltung Hunderttausende Besucher zur traditionellen Silvesterfeier auf den Champs-Élysées. Als Countdown zum neuen Jahr wird eine Lichtshow auf den Triumphbogen projiziert.

Großbritannien: In London werden mehr als 100 000 Menschen zum offiziellen Silvesterfeuerwerk beim Riesenrad „London Eye“ an der Themse erwartet. Das Spektakel startet zum Glockenschlag des „Big Ben“ um Mitternacht. Mit Themen-Partys beweisen die Briten ihren Hang zu schrägem Humor. Unter dem Motto „Blitz“, dem englischen Begriff für die Luftschlacht um England im Zweiten Weltkrieg, kann man beispielsweise zur Musik der 40er Jahre in einer alten Bunkeranlage ins neue Jahr tanzen.

Grönland: Auf der Insel in der Arktis feiern viele Menschen gleich zweimal Silvester. „Zuerst jubeln wir um 20 Uhr für unsere Familien und Freunde in Europa und begleiten sie ins neue Jahr“, sagt Idrissia Thestrup vom Tourismusbüro für Grönland. „Und dann natürlich noch einmal um Mitternacht.“ Vielleicht, weil es dort so dunkel ist, sind die Grönländer verrückt nach Feuerwerk. „Jedes Dorf hat seine eigene Feuerwerkshow“, sagt Thestrup. „Wir lieben einfach Licht jeder Art!“

New York: Beim traditionellen Balldrop, setzt sich am Times Square eine große Kristallkugel in Bewegung und erstrahlt pünktlich zum Start ins neue Jahr. 2015 versammelten sich dort eine Million Menschen zu der begehrten Neujahrsparty. Böller und Raketen werden am Times Square nicht gezündet. Meist ist die Party kurz nach Mitternacht vorbei.

Antarktis: Anstoßen bei strahlendem Sonnenschein – in der Antarktis ganz normal. Die Ingenieurin Stefanie Bähler (37) verbringt den Jahreswechsel in der Forschungsstation Neumeyer III des Alfred-Wegener-Instituts. „Letztes Jahr sind wir um Mitternacht mit Sonnencreme und Sonnenbrille rausgegangen – das ist schon ein spezielles Erlebnis“, sagt Bähler. Gegrillt wurde auch.

Internationale Raumstation (ISS): Gleich 15-mal überquert die Internationale Raumstation (ISS) in der Silvesternacht die Datumsgrenze – für die Besatzung heißt es aber meist nur dreimal „Prost Neujahr“:wenn es im russischen Kontrollzentrum Koroljow, im Hauptquartier der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Houston und nach Greenwich-Zeit Mitternacht wurde. Auf Sekt müssen die Raumfahrer zumindest offiziell verzichten: Auf dem Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe ist Alkohol verboten.

(dpa)
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