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Polizei beendet Gefängnisaufstand in Indonesien

Nach offiziellen Angaben brach der Aufstand aus, weil es Streit um die Verpflegung gegeben hatte. Auf Fotos und in Videos, die in sozialen Netzwerken kursierten, waren jedoch auch Häftlinge zu sehen, die die schwarze Flagge des IS schwenkten.
Die Auseinandersetzungen hatten am Abend des 8. Mai begonnen. Foto: Dita Alangkara/AP Die Auseinandersetzungen hatten am Abend des 8. Mai begonnen.
Jakarta. 

In Indonesien ist nach mehr als 24 Stunden ein Gefängnisaufstand mit sechs Toten zu Ende gegangen. Nach Angaben der Polizei ergaben sich die letzten von insgesamt mehr als 150 Häftlingen, die auch mehrere Polizisten als Geiseln genommen hatten.

Kurz zuvor waren aus dem Hauptquartier einer Elite- Polizeieinheit vor den Toren der Hauptstadt Jakarta noch Explosionen und Schüsse zu hören. Die Polizei erklärte kurz danach, alles unter Kontrolle zu haben.

Bei dem Aufstand waren schon am Mittwoch fünf Angehörige der Elite-Einheit sowie ein Häftling getötet worden. Der genaue Hergang ist noch unklar. Nach Angaben der Polizei wurden in der Haftanstalt insgesamt 36 Waffen sowie Material zum Bau von Sprengsätzen sichergestellt. Bei einem Teil der Häftlinge soll es sich um Anhänger der islamistischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handeln. Die Polizei bestritt jedoch, dass der IS hinter dem Aufstand steckt.

Mit mehr als 250 Millionen Einwohnern ist Indonesien das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Mehrfach gab es dort auch Anschläge von Islamisten.

(dpa)
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