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Polizisten erschießen 45-Jährigen in Psychiatrie

Polizeiwagen stehen vor der psychiatrischen Klinik in Hamburg-Bergedorf. Foto: Daniel Bockwoldt Polizeiwagen stehen vor der psychiatrischen Klinik in Hamburg-Bergedorf.
Hamburg. 

In einer psychiatrischen Klinik in Hamburg-Bergedorf ist ein Patient von der Polizei erschossen worden, nachdem er Ärzte bedroht und Beamte mit einem Messer angegriffen hatte.

Der 45 Jahre alte Deutsche sei auf die Polizisten losgegangen und habe einen von ihnen leicht verletzt. Daraufhin gaben der 36 Jahre alte Beamte und sein 28 Jahre alter Kollege Schüsse ab, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Patient habe schwere Verletzungen erlitten. Nach einer Notoperation sei sein Zustand zunächst stabil gewesen. Er starb jedoch am Abend, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der 45-Jährige war den Angaben zufolge auf eigene Veranlassung in die Klinik gekommen. Ärzte untersuchten ihn und hielten eine Einweisung zur stationären Behandlung für erforderlich. Ein Richter habe dem zugestimmt. Als dem Patienten der Beschluss mitgeteilt wurde, habe er plötzlich zwei vermutlich mitgebrachte Messer in den Händen gehabt. Angesichts der Eskalation hätten die Ärzte die Polizei gerufen.

Der verletzte Beamte wurde ambulant versorgt. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie die Polizeisprecherin weiter sagte. Wegen des Schusswaffengebrauchs wurde, wie in solchen Fällen üblich, das Dezernat Interne Ermittlungen eingeschaltet.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bietet nach eigenen Angaben ambulante und stationäre Behandlungen an. Behandelt werden unter anderem Abhängigkeitserkrankungen, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen.

(dpa)
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