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Schüsse am S-Bahnhof: Polizistin bei Schusswechsel schwer verletzt

Schüsse an einem S-Bahnhof nahe München - da werden schlechte Erinnerungen wach. Es gibt mehrere Verletzte.
Spezialeinsatzkommandos und Hubschrauber waren im Einsatz. Foto: Peter Kneffel Spezialeinsatzkommandos und Hubschrauber waren im Einsatz. Foto: Peter Kneffel
Unterföhring. 

Bei Schüssen am S-Bahnhof in Unterföhring bei München sind am Morgen mehrere Menschen verletzt worden, darunter eine Polizistin.

Auch der Täter wurde verletzt und festgenommen, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums München der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Polizei hat nach eigenen Angaben bisher keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Vorausgegangen war im Bereich des Bahnsteigs eine allgemeine polizeiliche Personenkontrolle. In deren Verlauf habe der Täter, dessen Identität zunächst unbekannt war, eine Waffe gezückt und geschossen. Er selbst wurde daraufhin auch getroffen und verletzt.

Weitere Hintergründe und Einzelheiten des Vorfalls waren noch unklar. Die Sprecherin betonte: „Die Lage ist unter Kontrolle.” Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, betonte sie. Der Polizeieinsatz sei inzwischen beendet. Spezialeinsatzkommandos und Hubschrauber waren im Einsatz gewesen, die Beamten sperrten den S-Bahnhof ab. Über Twitter informierte die Polizei die Öffentlichkeit.

Über den Bahnhof Unterföhring fährt die S-Bahn-Linie 8, eine der beiden Möglichkeiten mit der Bahn zum Münchner Flughafen zu kommen. Die Strecke war zunächst auf unbestimmte Zeit gesperrt. Fluggäste auf dem Weg zum Airport oder in die Stadt mussten auf die S1 ausweichen, die in einem anderen Bogen im Nordwesten Innenstadt und Flughafen verbindet.

Vor gut einem Jahr hatte ein Amokläufer am S-Bahnhof Grafing - ebenfalls im Münchner Speckgürtel gelegen - einen Menschen getötet und drei verletzt. Der zur Tatzeit 27-Jährige gilt als psychisch krank und daher als schuldunfähig. Ein Prozess wurde ihm bislang nicht gemacht. Der aus dem hessischen Grünberg bei Gießen stammende Mann hatte am frühen Morgen des 10. Mai 2016 wild um sich gestochen.

(dpa)
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