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Vier Tote: Saarbrücken: Bewohnerin wegen Brandstiftung festgenommen

Vier Tote, mehr als 20 Verletzte - das ist die tragische Bilanz eines Wohnhausbrandes in Saarbrücken. Am Tag danach meldet die Polizei die Festnahme einer Frau.
Feuerwehrleute im Einsatz in Saarbrücken. Foto: Oliver Dietze Feuerwehrleute im Einsatz in Saarbrücken.
Saarbrücken. 

Nach einem Feuer mit vier Todesopfern in einem Haus in Saarbrücken steht eine 37 Jahre alte Bewohnerin unter Verdacht, den Brand gelegt zu haben. Sie wurde am späten Sonntagabend festgenommen, wie ein Sprecher der Polizei am Montag mitteilte.

Es gebe Indizien, die darauf hindeuteten, dass die Frau den Brand gelegt haben könnte. Details wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Die Vernehmung der 37-Jährigen stehe noch aus, sagte ein Polizeisprecher. Möglicherweise werde sie noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt.

Bei dem Feuer waren am Sonntag vier Menschen ums Leben gekommen. Ein 69 und ein 70 Jahre alter Mann konnten identifiziert werden, die Identität der beiden anderen Todesopfer sollten Obduktionen am Montag klären. Ein 42 Jahre alter Mann sprang aus einem Fenster und verletzte sich lebensgefährlich. Sein Zustand sei mittlerweile stabil, hieß es.

Insgesamt wurden 20 Bewohner verletzt. Zehn wurden in Krankenhäuser gebracht. Sie hätten Rauchgas eingeatmet, ihre Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr konnte 29 Bewohner mit Drehleitern retten.

Laut Polizei handelt es sich bei etlichen Apartments in dem Haus um Sozialwohnungen. Die meisten Bewohner konnten bei Freunden und Verwandten unterkommen, zum Teil wurden sie in von der Feuerwehr und der Stadt zur Verfügung gestellte Unterkünfte gebracht.

Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer gegen 13.30 Uhr in der Wohnung der festgenommenen Frau im ersten Obergeschoss ausbrach. Der Brand blieb nach Angaben der Polizei auf die Wohnung begrenzt. Es breitete sich aber schnell im ganzen Haus Rauchgas aus.

Bei den Rettungsarbeiten waren 31 Polizisten, etwa 100 Feuerwehrleute, Rettungsdienste und Notfallseelsorger im Einsatz. Auch fünf Feuerwehrleute zogen sich Rauchgasvergiftungen zu.

Die saarländische Landesgruppe der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft kritisierte, dass bei dem Einsatz eine Drehleiter ausgefallen sei. Sie forderte zuverlässige Geräte. Ein Sprecher der Stadt sagte dazu, ein Einsatzfahrzeug sei erst am vergangenen Freitag nach einer Reparatur aus der Werkstatt gekommen. Es habe als einsatzbereit gegolten. „Wieso es heute beim Einsatz bei diesem Fahrzeug zu technischen Problemen kam, muss geprüft werden.” Drei Fahrzeuge mit Drehleitern waren vor Ort.

(dpa)

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