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Sechs Millionen Amerikaner weiter ohne Strom

Nach dem Wirbelsturm "Sandy" sind nach wie vor sechs Millionen Amerikaner ohne Strom. Allein vier Millionen davon lebten in den Staaten New York und New Jersey, teilte das Energieministerium in Washington mit.
Von Normalität nach dem Sturm kann an der US-Ostküste noch lange keine Rede sein. Nach wie vor sind Millionen Menschen ohne Strom. Foto: Peter Foley Von Normalität nach dem Sturm kann an der US-Ostküste noch lange keine Rede sein. Nach wie vor sind Millionen Menschen ohne Strom. Foto: Peter Foley
Washington. 

Auch sonst kämpfen die Menschen mit den Folgen des Unwetters: In New York musste eine weiteres Krankenhaus evakuiert worden. Präsident Barack Obama versprach den Betroffenen rasche Hilfe. Priorität habe die Wiederherstellung der Stromversorgung. Mindestens 50 Menschen waren beim Durchzug des Jahrhundertsturms ums Leben gekommen.

"Wir sind für euch hier. Wir werden nicht vergessen", sagte Obama bei seinem Blitzbesuch im schwer heimgesuchten Bundesstaat New Jersey. Obama verschaffte sich einen Überblick über das Ausmaß der Zerstörungen. Außerdem sprach er mit Betroffenen. Der Besuch des Präsidenten dauerte gut dreieinhalb Stunden.

Nach den Durchzug von "Sandy" am Montag und Dienstag waren zunächst rund acht Millionen Amerikaner ohne Strom gewesen. Die rund 500 Patienten des Bellevue Krankenhauses nahe dem East River in Manhattan mussten am Mittwoch ebenfalls wegen Problemen bei der Versorgung in Sicherheit gebracht worden. Das Hospital habe nach dem Sturm zunächst mit Notstrom-Generatoren funktioniert, dann seien aber auch diese ausgefallen, hieß es.

Auch die drei Kernkraftwerke in den Unwettergebieten, die im Zuge von "Sandy" vom Netz genommen worden, bleiben weiter außer Betrieb. Lediglich der Reaktor Indian Point im Staat New York solle in den nächsten Tagen wieder ans Netz gehen, gab ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde NRC in Pennsylvania, Neil Sheehan, bekannt.

Sheehan betonte, es gebe keinerlei Ähnlichkeiten mit dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima. "Diese Reaktoren, die abgeschaltet worden waren, hätten keinerlei Komplikationen aufgewiesen."

Auch der dritte Flughafen von New York, La Guardia, solle an diesem Donnerstag wieder seine Arbeit aufnehmen. Zuvor waren die Airports John F. Kennedy und Newark zumindest teilweise wieder geöffnet worden. In New York fuhren am Mittwoch wieder Busse. Auch die so wichtige U-Bahn in New York sollte am Donnerstag wieder fahren - zumindest ein paar Züge.



(dpa)
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