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Gedenken: So trauert die Region 20 Jahre nach dem Tod von Diana

Heute vor 20 Jahren starb Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris. Die Erinnerung ist bei den meisten Menschen noch sehr präsent. Wir haben einige Stimmen aus der Region zusammengesammelt.
„Shy Di“ („Scheue Diana“) wurde Lady Diana Spencer anfangs genannt. Bei ihrer Verlobung mit Prinz Charles am 24. Februar 1981 war sie das öffentliche Interesse noch nicht gewohnt. Foto: Str (EPA FILE) „Shy Di“ („Scheue Diana“) wurde Lady Diana Spencer anfangs genannt. Bei ihrer Verlobung mit Prinz Charles am 24. Februar 1981 war sie das öffentliche Interesse noch nicht gewohnt.
Es hat uns überwältigt: Unserem Aufruf, über ihre Erinnerungen an Dianas Tod zu schreiben, sind sehr viele Leser gefolgt. Einige Zuschriften mussten wir kürzen, aber alle haben uns sehr berührt. Viele Leser waren am Tag der Todesnachricht gerade im Urlaub, erfuhren davon in einem Moment, der eigentlich einer der schönsten des Jahres sein sollte. Wie das geschah, wissen die meisten noch genau. Sie konnten oft erst gar nicht glauben, was sie da hörten, der Schock saß  tief. Und viele fühlen sich der „Prinzessin der Herzen“, die vor 20 Jahren starb, auch heute noch sehr verbunden.

War schlagartig wach

Für unsere Kirchengemeinde stand an jenem Sonntag die Verabschiedung unseres Kaplans Franz-Josef Kremer an. Mit ihm verband mich auch das Interesse am britischen Königshaus. Da war es nicht verwunderlich, dass Kaplan Kremer sich als Orgelstück im Abschiedsgottesdienst „Land of hope and glory“ aus dem Pomp and Circumstance March No. 1 wünschte, welches als zweite Hymne Englands gilt. Den Wunsch wollte ich ihm gerne erfüllen. Doch dann hörte ich in der Frühe die Radionachrichten mit der Meldung des tragischen Todes von Prinzessin Diana. Schlagartig war ich wach. Ich hatte immer wieder Anteil an ihrem Schicksal genommen. Diana war eine Person mit einer unglaublichen Ausstrahlung, aber auch ein Mensch mit Stärken und Schwächen. Sie verkörperte für viele den Traum des einfachen Menschen, dass auch sein Leben eine positive Wendung nehmen kann. Das Leben von Diana aber zeigte, wie zerbrechlich ein solcher Lebenstraum immer bleibt, wenn er sich auch erfüllen sollte. Diese Dimension ihres Lebens rührte mich in diesem Moment der Todesnachricht an. Als Tony Blair von der „Prinzessin des Volkes“ sprach, fand das Widerhall auch in meinem Herzen. Sascha Jung, Pfarrer, Flörsheim

Waren sehr bedrückt

Wir kamen von San Francisco auf dem legendären Küsten-Highway 1 nach San Luis Obispo und checkten in einem Hotel ein. Kurz vor dem Schlafengehen schaltete ich noch den Fernseher ein und erfuhr, dass Prinzessin Diana in Paris einen schweren Autounfall hatte. Wegen des neunstündigen Zeitunterschieds zwischen Kalifornien und Deutschland erfuhren wir erst am nächsten Morgen vom Tod der Prinzessin und sahen dann beim Frühstück die Fernsehbilder aus London mit dem riesigen Blumenmeer. Wir waren alle sehr bedrückt. Rolf Bär, Sulzbach

Prinzessin Diana während einer Kanada-Reise im Juni 1983
Dianas Todestag Die Zeitenwende

"Sie war – damals noch ungewöhnlich – eine schüchterne Frau aus dem Volk, die zur Prinzessin wurde", sagt unsere Kommentarschreiberin Pia Rolfs.

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Ich weine heute noch

Ende August 1997 waren wir voller Begeisterung über die Geburt unserer jüngsten Tochter. Sie war sieben Wochen vorher auf die Welt gekommen. In dieser emotionalen Zeit hat mich der Tod von Diana sehr traurig gemacht, weil doch zwei Jungen ihre Mama verloren hatten. Die Bilder, wie sie tieftraurig hinter dem Sarg ihrer Mutter hergehen, lassen auch heute noch die Tränen bei mir fließen. Man mag über Diana denken, wie man will, ob sie moralisch immer aufrichtig war oder nicht, aber auf alle Fälle wäre ihr ein erfüllteres und vor allem viel längeres Leben zu wünschen gewesen. Ulla Sieweke, Oberreifenberg

Hat mich tief getroffen

Im August 1997 haben mein Mann und ich mit Freunden in St. Maxime Urlaub gemacht. Als wir von einem Stadtbummel zurückkamen, das Fernsehen einschalteten, konnten wir unseren Augen und Ohren nicht trauen. Dieses Schicksal hat mich genauso getroffen wie 1963 der Tod von John F. Kennedy. Wir konnten es nicht glauben, denn für mich war Diana eine Prinzessin, die den alten Zopf mal etwas auflockern wollte. Dies ist ihr nicht gelungen, somit wollte sie ein neues Leben beginnen, was ich sehr gut verstanden habe. Mein Mann und ich lagen auf unserem Bett im Hotelzimmer und haben lange darüber geredet. Jetzt die Verbindung zu mir: Fünf Jahre später am 31.  August 2002 ist mein Mann im Alter von 60 Jahren gestorben. Ich hätte mir nie ausmalen können, dass dieses Datum für mich so prägend ist. Ursula Hübner, Kelkheim

Es war so nah

Wenn ich Bilder von Diana sehe, wird mir immer noch schwer ums Herz. Ich war an diesem besagten Tag in Limburg im Krankenhaus und habe meinen Patensohn besucht. Als mein Bruder kam und berichtete, dass es einen tödlichen Unfall gegeben hat mit Diana, traf es mich wie ein Schlag. Es war so nah und die Trauer so groß. Renate-Franziska Zilliken, Runkel

Diffuse Traurigkeit

Mein Mann und ich saßen auf der Restaurantterrasse unseres Ferienhotels am Gardasee. Wir wurden Zeugen eines atemberaubenden Sonnenuntergangs. Mitten hinein in diesen stillen Moment der Schönheit trat der Hotelbesitzer, um mit ruhiger Stimme zu verkünden, er habe im Radio gerade gehört, Prinzessin Diana sei das Opfer eines tödlichen Unfalls geworden. Fassungslosigkeit machte sich in mir breit und eine diffuse Traurigkeit, die einen befällt, wenn man einen Menschen zwar nicht persönlich kennt, ihn aber durch Medien zu kennen glaubt. Und die erneute Gewissheit, dass man das Leben nicht kontrollieren kann. Für mich war Diana schon bei ihrer Hochzeit eine tragische Figur. Ein junges Mädchen noch, von Kind auf konditioniert, sich anzupassen und zu funktionieren. Verliebt, romantisch veranlagt und in keinster Weise vorbereitet auf das, was sie auf royaler Ebene einmal leisten sollte. Ich hätte ihr ein besseres Leben an der Seite eines neuen Mannes gewünscht und auch ein besseres Lebensende. Brigitte Schultz, Oberursel

Machten Hochzeitsreise

Meine Frau und ich haben diese schreckliche Nachricht in der Rezeption im Radio des „Campgrounds“ für Wohnmobile des Hotels „Circus Circus“ in Las Vegas auf unserer Hochzeitsreise gehört. Das hat sich in unseren Gehirnen festgebrannt. Gerhard Hämel, Frankfurt

Schreck auf Mallorca

Wir waren 1997 das erste Mal mit Freunden in Mallorca, hatten ein Auto und waren den ganzen Tag unterwegs. Als wir an diesem besagten Tag abends nach Hause kamen, wollte meine Freundin Babs ihre Vorabendserie sehen und schaltete den Fernseher ein. Dann sahen wir die Nachricht. Wir haben mehrere Sender eingeschaltet, um sicher zu sein, dass die Nachricht echt ist. Danach waren wir geschockt. Gisela Waschkau, Eschborn

Die „Königin der Herzen“: Im Laufe der Jahre wurde Diana zum Medienstar, hier bei einem Besuch des Mortimer Market Centre-Krankenhauses für HIV-Infizierte und Aids-Kranke am 27. Juni 1996 in London.

Pärchen weinte leise

Wir waren gerade frisch in den USA angekommen. Geplant war eine Rundreise durch die westlichen Nationalparks. Im „Ronald Reagan-Memorial brannte in einer Nische unübersehbar eine Kerze, daneben war das Bild von Prinzessin Diana mit Trauerflor aufgestellt. Unsere ganze Reisegruppe schwieg betroffen, unsere Mitreisenden kamen zu dieser Zeit aus fünf verschiedenen europäischen Nationen! Die Tourführerin im Memorialgebäude informierte uns, dass vor einigen Stunden Lady Diana im Hospital in Paris nach einem schweren Autounfall verstorben war. Ein junges englisches Pärchen, die zu unserer Gruppe gehörte, weinte leise. Obwohl keiner von uns die Verstorbene je gekannt hatte, bemächtigte sich aller ein Gefühl der Trauer! Walter und Rosie Cordsen-Enslin, Bad Vibel

Mein Ehemann schrie

Wir kamen während einer Rundreise durch West-Kanada abends spät in unserem Hotel in Vancouver an. Ich legte mich todmüde ins Bett, als mein Ehemann plötzlich einen Schrei losließ und mir aus dem Fernsehprogramm die Nachricht von Dianas Tod fassungslos berichtete. Am nächsten Tag waren wir noch in Vancouver-Island, dort waren in allen Geschäften Bilder, geschmückt mit Blumen und Schleifen von Diana, zu sehen. Die Kanadier waren alle auch sehr betroffen, und überall die Erinnerungen an Diana. Wir hatten in unserer Familie immer die Geschicke des englischen Königshauses verfolgt und waren ebenfalls sehr erschüttert, dass so eine junge Frau ihr Leben lassen musste. Ursula Löw, Bad Soden

Wirtin stürzte herein

Ich saß beim Frühstück in einer kleinen „Pension“ in Jenbach/Tirol. Ich war dort zum Wandern. Die Wirtin stürzte in die Gaststube und berichtete völlig entsetzt von dem Unfall, bei dem Prinzessin Diana um Leben kam. Wir waren total erschüttert und traurig. Gabi Grell, Frankfurt

Straßen menschenleer

Wir waren damals auf einer Kreuzfahrt mit der MS ARKONA rund um die Britischen Inseln, am 31. August lief das Schiff Falmouth an. Da Sonntag war, machten wir einen Fußmarsch durch die Stadt. Die Straßen waren menschenleer. Nur vor einer Auslage standen einige Menschen, um eine Zeitung zu betrachten. In Großbuchstaben stand das Unfassbare: „Diana died“. Die Bordzeitung berichtete ausführlich über das Unglück. Somit waren wir während der Reise ständig auf dem Laufenden. Diana war für uns eine schöne aber sehr unglückliche Frau, die viel zu früh gegangen ist. Ilona und M. Bernhörster, Steinbach

Beim Brötchenholen

An diesem Sonntagmorgen war ich unterwegs, um Brötchen zu holen; ich hörte die traurige Nachricht im Radio. Schön, sympathisch., war sie. Aber auch sehr unsicher. Sie suchte Zeit ihres Lebens nach Liebe und Geborgenheit; sie fand dies traurigerweise nicht (mehr) ... Dorothee Stippler, Dornburg

Ich war wie erstarrt

Wir waren gerade mit unseren Kindern im Urlaub auf Fuerteventura, als wir die Nachricht im Radio hörten. Ich war wie erstarrt, denn ich hatte viel über Diana und ihr Unglücklichsein gelesen, und dann dieser tödliche Autounfall! Wir haben es sehr bedauert, vor allen Dingen die Jungen, die ihre Mutter verloren haben. Nicole Berner, Frankfurt

Prinzessin Diana während einer Kanada-Reise im Juni 1983.
Hype um die Prinzessin Wie Diana wieder Schlagzeilen macht

Zum 20. Todestag schwappt die Diana-Welle in Großbritannien noch einmal hoch. Und eine meint gar, die verstorbene Prinzessin wäre für den Brexit.

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Erst nicht begriffen

Mein Mann und ich saßen im Transitbereich des Flughafens in Bangkok, um auf den Weiterflug nach Manila zu warten. Auf den Monitoren, die über unseren Köpfen hingen, war ein Unfall zu sehen, und ich hörte nur immer den Namen Diana. Erst habe ich gar nicht begriffen um was es geht, bis einer der Mitreisenden sagte: Prinzessin Diana ist tot. Ich weiß noch, dass ich dachte: Der spinnt, das kann nicht sein. Im Fernsehen, im Hotel in Manila, haben wir uns dann die Beerdigung angesehen. Ich konnte das Ganze immer noch nicht recht begreifen. Für mich war es ein Schock, ich brauchte lange, um es wirklich zu realisieren. Vor allem taten mir die Jungen leid, die schon so vieles mitgemacht hatten. Gundi Fleischer, Schwalbach

Die Welt unter Schock

In dem Moment, als der Unfall passierte, haben die meisten von uns wohl geschlafen. Am nächsten Morgen sind wir ins Auto gestiegen und nach Kaltern/Südtirol in den Urlaub gefahren. Wir waren auf der Autobahn, als wir in den Neun-Uhr-Nachrichten erfuhren, was passiert war. Wir wollten es nicht recht glauben. In dieser Urlaubswoche berichteten die Zeitungen von nichts anderem, im Fernsehen war überall Diana zu sehen. Die ganze Welt stand unter Schock. So habe ich es damals empfunden. Südtirol und Diana ist seitdem eins für mich, obwohl sie selbst wohl nie dort war. Susanne Herr, Kelkheim

Alle vor dem Fernseher

Wir machten Urlaub auf Mallorca und erfuhren nachmittags nach der Rückkehr vom Strand von Dianas Tod. In unserem Hotel waren auch viele ältere Paare aus England. In der Hotelhalle standen Gäste und Angestellte vor dem Fernseher. Wie wir waren alle Gäste geschockt, die Engländerinnen weinten. Angelika und Michael Harbig,  Limburg

Einfach unfassbar

Ich frühstückte gerade mit meiner Mutter. In den Radionachrichten kam diese schreckliche Meldung. Das war einfach unfassbar. Wir hatten uns, wie viele andere auch, so über Dianas neuen glücklichen Lebensabschnitt gefreut. Wir Frauen kennen das doch alle, mit dem Leben, der Liebe, dem Glück und dem Leid. Diana war und bleibt eine Frau der Herzen. Mit ihren beiden Söhnen hinterließ sie uns zwei wunderbare Persönlichkeiten, die in der Historie von England in ihrem Sinne weiterwirken. Manuela Kunze, Frankfurt

Prinz Charles, Prinz Harry und Prinz William (von rechts nach links) beim Trauerzug für Diana – die Söhne sprachen erst kürzlich darüber, wie schwer diese große öffentliche Aufmerksamkeit an diesem Tag für sie war.

Unmengen Blumen

Ich war mit meiner Mama in London, als es passierte. Wir waren morgens im Hotel im Aufzug und mit uns ein paar Holländer. Ich habe verstanden, dass jemand vom Königshaus verstorben ist, dachte aber es wäre – vom Alter her – die Queen Mum. Eine Nachfrage an der Rezeption ergab aber dann die traurige Wahrheit. Was dann folgte, kann man sich nicht vorstellen. An allen Orten mit einem Bezug zu Diana wurden Unmengen Blumen und Bilder abgelegt. Ich glaube in ganz London gab es keine Blumen mehr zu kaufen, so viele waren es. Angelika Görlich, Wehrheim

Erschütternde Wahrheit

Wir waren im Weiltal wandern. Während einer Einkehr lief dort das Radio. Da kam plötzlich diese schreckliche Nachricht. Das war nicht zu glauben. Aber Fake News gab es damals noch nicht so oft. Die Wahrheit war sehr traurig und erschütternd. Wir werden diesen Tag – genauso wie den Tag der Mondlandung, Kennedys Besuch in Berlin oder den 11. September – niemals vergessen. Karin Peter, Frankfurt

Ich weiß, wie es ihr ging

In der Nacht, in der Diana starb war ich 27 Jahre alt und mit meinem damaligen neuen Freund gerade mit dem Auto auf dem Weg nach Südfrankreich. Von Dianas Tod habe ich ein bis zwei Tage danach erfahren, als ich am Strand entlangging und jemand lesend eine französische Zeitung hochhielt. „Diana – morte“. Ich konnte es nicht glauben, abends ging es schon um die Überführung nach London. Noch heute ist es ein Schock. Ich mochte diese inzwischen so schön und reif gewordene Frau sehr. Heute kann ich auch nachfühlen, wie es ihr ging, innerlich alleingelassen vom Ehemann und die ganze Liebe den Kindern schenkend. Ich freue mich unbändig, dass ihre Söhne die Liebe, die sie ihnen gab, in ihren Herzen bewahren und weitertragen. Das ist der
Wert einer guten Mutter und wird immer weiterleben. Martina Rebholz, Hofheim

Ich sah Diana mal

Wir sind im Urlaub nach dem Frühstück zu einer Wanderung aufgebrochen – erst als unsere Familie abends wieder auf dem Bauernhof angekommen war und unsere Kinder in den Kuhstall zum Helfen gegangen waren, habe ich den Fernseher eingeschaltet: Die Mitteilung im ZDF: „Alle Leitungen nach London sind belegt.“ Daraufhin habe ich die Bäuerin gefragt, ob sie denn wisse, was in London passiert ist. Sie hat mir dann von dem tödlichen Autounfall erzählt, was mich schon sehr geschockt hat. Zum einen, dass wir den ganzen Tag unterwegs waren und wirklich gar nichts mitbekommen haben. Zum anderen habe ich Diana mal aus der Ferne im Schlosshotel Kronberg gesehen: In den 80er Jahren habe ich meine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hotel Hessischer Hof in Frankfurt absolviert. Das Schlosshotel Kronberg und der Hessische Hof gehören dem Prinzen von Hessen. Es besteht Verwandtschaft zum englischen Königshaus. Diana und Charles waren in Kronberg zu Besuch ziemlich am Anfang ihrer Ehe und Personal von Frankfurt musste in Kronberg aushelfen. Friderike Schwiglewski, Frankfurt

Noch heute fassungslos

In der Nacht, in der Prinzessin Diana starb waren mein Mann und ich auf der Rückreise von unserem Urlaub in Askersund in Schweden. Als wir im Autoradio die Nachricht vom Unfall hörten, war das erste, das ich zu meinem Mann gesagt habe : „Stell dir mal vor, was in der Welt passiert wäre, wenn sie bei diesem Unfall gestorben wäre ...!“ An diesen Satz muss ich immer sofort denken, wenn ich vom Unfall Dianas höre oder lese. Zu diesem Zeitpunkt war Diana, wenn auch schwerverletzt, noch am Leben. Einige Stunden später, als wir endlich zu Hause waren, haben wir dann in den Nachrichten vom Tod Dianas erfahren Selbst heute, 20 Jahre später, macht mich die Erinnerung daran fassungslos. Dagmar Geist, Karben

Nach Hochzeit gehört

Ich war auf der Hochzeit einer Freundin, übernachtete in einer Pension. Am Sonntagmorgen am Frühstückstisch kam die Nachricht durch das Radio. Ich konnte es nicht glauben. Eine ältere Frau am Nachbartisch kommentierte: „Jetzt hat dieses gehetzte Leben ein Ende.“ Mit Lady Diana verbinde ich meine Jugendzeit und
ihre „Traum“-Hochzeit 1981, ich verfolgte sie im Fernsehen, der Start für ein Leben wie im Märchen. Das hat sich für meine Freundin, die am Todestag Dianas heiratete, auch nicht erfüllt. Sie ist längst geschieden. Genau wie Diana. Anita Bruder, Frankfurt

Ende einer Festwoche

Am 28. August hatte ich meinen 50sten Geburtstag, zwei Tage danach bereitete mir mein Mann eine Überraschung: Er hatte alle unsere Freunde zu einer Party am Starnberger See eingeladen. Wir feierten ausgelassen bis tief in die Nacht. Als wir am nächsten Morgen alle etwas übernächtigt beim Frühstück saßen, brachte eine Freundin, die wohl schon Fernsehen geguckt hatte, die schreckliche Nachricht von Dianas Tod. Wir waren alle sehr geschockt. Es war ein trauriges Ende dieser „Festwoche“. Monika Freihoff, Bad Homburg

Tagelang ein Thema

Es war ein Sonntag, und ich war schon dabei, das Frühstück vorzubereiten, denn die beiden Kids hatten ausgeschlafen und kuschelten noch bei den Eltern. Das Radio in der Küche lief und ich hörte die Meldung von dem schrecklichen Unfall. Tagelang war es Gesprächsthema in der Familie. Die im TV live übertragene Trauerzeremonie/Gottesdienst haben wir uns gemeinsam angeschaut. Diana ist leider zu früh aus dem Leben geschieden. Für England war Sie eine Bereicherung, aber, wie ich meine, zu schade für die Windsors. Sie lebt weiter mit ihrer ganzen Ausstrahlung in ihren Kindern und Enkeln! Rudolf Lotz, Diez

Sie hat mich fasziniert

Wir waren auf einer Urlaubsreise in den USA und Kanada und an dem Tag in Toronto. Wir wollten im Hotel zum Frühstück, als wir im Fernsehen hörten, dass Prinzessin Diana in Paris bei einem Autounfall schwer verletzt worden sei. Wir dachten dann, dass sie sicher überleben würde. Da wir vor langer Zeit in Paris gelebt hatten, wussten wir auch sofort, wo der Unfall passiert war. Es hat mir sehr leidgetan. Ich bin eigentlich gar nicht so an den Royals interessiert, aber sie hat mich fasziniert. Elisabeth Schmitt, Hofheim

Reiselust getrübt

Es war ein verregneter Sonntag in Santiago de Chile. Mein Reisekumpan und ich saßen gerade beim Abendessen in einer einfachen Pizzeria am Hauptplatz vor der mächtigen Kathedrale. Da vermeldete der immer flimmernde Fernsehbildschirm: „Princesa Diana muerte“. Kaum einer der Gäste schien hinzuhören, wir waren die einzigen Europäer in dem lärmigen Lokal. Wir konnten es nicht glauben, mussten Einheimische bitten, uns die schreckliche Nachricht noch einmal zu bestätigen. Wir waren schockiert. Diese schöne, junge, sympathische Frau soll nicht mehr leben? Das kann doch nicht wahr sein, so dachten wir immer wieder. Aber die Nachrichten wiederholten auch immer wieder in Abständen die Tatsachen und Hintergründe. Unsere Reiselust war von nun an schwer getrübt und angeschlagen. Günter Holle, Friedrichsdorf

Taxifahrer sagte es uns

Ich war mit meiner Familie auf Mallorca, es war unser letzter Urlaubstag, wir schauten daher weder Fernsehen noch hörten wir Radio. Am nächsten Tag flogen wir zurück nach Frankfurt. Ein Taxifahrer empfing uns mit der Bemerkung „Diana ist tot“. Wir waren im ersten Moment konsterniert und schockiert.Nach wenigen Minuten kam die Nachricht dann auch im Radio. Auch wenn Diana uns nicht persönlich bekannt war, fühlten wir uns emotional betroffen. In den folgenden Tagen verfolgten wir sämtliche Fernsehsendungen im Zusammenhang mit ihrem Tod. Ich als Mann bedauerte, dass eine solch traumhafte Frau vom Königshaus so verheizt worden war. Uwe W. Frickel, Heusenstamm

In Alaska erfahren

Wir waren 1997 mit einer kleinen Gruppe in Alaska. Entsetzt haben wir von unseren Angehörigen in Deutschland und dann auch im Fernsehen von dem Unglück erfahren. Lange haben wir noch darüber gesprochen, weil Diana für alle Teilnehmer eine besondere Frau war. Ingrid & Heinrich Wehrheim, Bad Homburg

In Schottland gehört

Wir waren gerade in Schottland und schliefen in einem Bed and Breakfast. Vor dem Aufstehen hörte ich mit meinem Kurzwellenempfänger die Nachrichten der Deutschen Welle und erfuhr von dem tödlichen Unfall von Prinzessin Diana in Paris. Beim Frühstück baten wir die Wirtsleute, den Fernseher einzuschalten. Gemeinsam sahen wir die ersten Bilder von dem Unfall und waren sehr betroffen. Wir wollten uns eigentlich die Braemar Highland Games in der darauffolgenden Woche anschauen, aber die fielen wegen Dianas Tod in dem Jahr aus – zum zweiten Mal seit dem Krieg. Eberhard Mensing, Königstein

Mutter informierte mich

Es war ein unvergesslicher Urlaubstag mit einem zehnstündigen Ausflug in den Denali Nationalpark. Beim Telefonat spät am Abend berichtete meine Mutter: „Lady Di ist tot.“ Sehr bedauerlich. Diese charmante junge Frau, die endlich ein wenig Freiheit genießen durfte …Christel Haas, Bad Vilbel

Das zertrümmerte Fahrzeug, in dem Prinzessin Diana und ihr Begleiter Dodi al-Fayed in Paris ums Leben gekommen sind, wird am 31 August1997 auf ein Abschleppfahrzeug geladen.

Ich war auch in Paris

Ich war auf „Abireise“ mit meiner Familie in Paris, war also am gleich Tag dort wie Lady Di, sogar vor ihrem Hotel „Ritz“ am Place Vendome – ohne dass wir wussten, dass sie sich in Paris aufhielt. Nach einer anstrengenden Besichtigungstour haben wir in unserem Hotel am nächsten Morgen die schreckliche Nachricht im Fernsehen gesehen und konnten es erst gar nicht glauben. Wir dachten zunächst, etwas falsch verstanden oder übersetzt zu haben, aber die Bilder sprachen für sich. Wir waren alle vier völlig geschockt und erschüttert. Prinzessin Diana gehörte für mich zu meiner Kindheit. Ich selbst bin 1977 geboren, wurde also gerade vier Jahre alt, als Diana und Charles heirateten. Für ein kleines Mädchen war die Geschichte von Lady Di (zumindest in ihren Anfängen) so, als ob ein Disney-Märchen Wirklichkeit würde. Mit zunehmendem Alter hat man das natürlich schon kritischer hinterfragt. Aber als am 31.08.1997 der tragische Tod von Diana bekanntgegeben wurde, war es trotzdem so, als ob ein Märchen aus Kindertagen wie eine schillernde Seifenblase zerplatzt. Sina Grebert, Oestrich-Winkel

Vor Frühdienst erfahren

Der Tag ist mir im Gedächtnis geblieben, weil ich am nächsten Tag meine Ausbildung zur Krankenschwester begann. Am 31. August. 1997 hatte ich meinen letzten Arbeitstag als Jahrespraktikantin in einem Seniorenheim. Da ich erst 17 Jahre alt war und noch keinen Führerschein hatte, fuhr ich mit einer Kollegin an diesem Tag morgens um 5.30 Uhr zum Frühdienst. Wir saßen im Auto und hatten das Radio an, als die Meldung kam, dass Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen sei. Wir waren fassungslos, weder meine Kollegin noch ich konnten die weitere Fahrt über etwas sagen. Während des Frühdienstes mussten wir dann den alten Herrschaften erklären, dass Prinzessin Diana nun nicht mehr am Leben war. Sandra Reusch, Nentershausen

Trauriger Geburtstag

Mit totaler Vorfreude fuhr ich damals an die Ostsee. Mit meiner damaligen Freundin, die ihr Wiegenfest mit mir feiern wollte, war es zweifellos einer der traurigsten Tage. Ich hatte zwar nicht die Beziehung zu Königshäusern allgemein, doch Prinzessin Diana war eine einfach faszinierende Erscheinung gewesen. Als ich die Nachricht am Strand bei untergehender Sonne erfuhr, merkte ich, wie klein wir sind, wenn wir solche Meldungen hören. Günther Kümmel, Frankfurt

Saß weinend da

In der Nacht, als Diana starb, hatte ich bis in den frühen Morgen schwer durchgearbeitet. Ich half gerade einem Freund, ordnete und stapelte seine Post – und schaltete die Nachrichten an. Dann saß ich fassungslos weinend zwischen all den Briefen. Ingrid Schäfer, Oberursel

Ich fand sie toll

Ich war mit meiner Familie im Allgäu auf einem Bauernhof. Dort gab es nur ein Radio. Als ich die Nachricht von Dianas Unfall hörte, dachte ich an eine Fehlmeldung. Ich war wirklich geschockt. Diese schöne junge Frau, die endlich ihre Liebe gefunden zu haben schien. Ich fand sie einfach toll. Heute verfolge ich Williams und Harrys Leben in den Medien und finde schön, was aus ihnen geworden ist. Diana wäre glücklich und stolz. Bettina Burk, Bad Homburg

Sie bleibt im Herzen

Ich war auf einer Geburtstagsfeier bis zwei Uhr nachts, schlief danach vor dem Fernseher ein – und wurde durch Weinen wach. Da sah man das Unglück. Ich habe selbst geweint. Ich könnte stundenlang schreiben über Diana, auch nach 20 Jahren. Sie wird ewig in meinem Herzen sein. Gertrude Gennat, Eppstein-Vockenhausen
 
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