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Bergung: Solo-Segler aus Seenot gerettet

Der nach einem Sturm im Indischen Ozean schwer verletzte indische Weltumsegler ist von seinem Boot geborgen worden.
Abilash Tomy vor dem Start zur Weltumsegelung. Foto: JEAN-FRANCOIS MONIER (AFP) Abilash Tomy vor dem Start zur Weltumsegelung.
Neu Delhi. 

Der 39-jährige Marineoffizier sei „sicher gerettet“, teilte ein Sprecher der indischen Marine am Montag mit. Der Solo-Segler Abhilash Tomy, der an der Weltumrundung Golden Globe Race teilnahm, war am Freitag in einem Sturm in Seenot geraten, hatte einen Mast verloren und sich nach eigenen Angaben eine schwere Rückenverletzung zugezogen.

Tomy lag nach Angaben der Regattaleitung rund 3500 Kilometer vor der Küste von Westaustralien „bewegungsunfähig in seiner Koje“. Er hatte mit der Regattaleitung über eine Satelliten-Verbindung kommuniziert. Sein Satellitentelefon war aber kaputt, ein zweites Satellitentelefon und ein Funkgerät an Bord konnte er wegen seiner Verletzung nicht erreichen.

Australien hatte am Sonntag die Koordination der Rettungsaktion übernommen. Die australische und die indische Luftwaffe schickten zwei Suchflugzeuge los, die Tomys Yacht „Thuriya“ überflogen. Sie begutachteten das beschädigte Boot, konnten Tomy aber wegen des defekten Sat-Telefons nicht erreichen.

Die Yacht des Seglers trieb in einem derart abgelegenen Teil des Indischen Ozeans, dass Schiffe ihn zunächst nicht bergen konnten. Am Montag konnte ihn ein zu Hilfe gerufenes französisches Fischereipatrouillenboot aufnehmen. Die indische Verteidigungsministerin Nirmala Sitharaman tat ihre „Erleichterung“ kund. „Er ist bei Bewusstsein und es geht ihm gut.“

Tomy sollte zur Amsterdam-Insel im südlichen Indischen Ozean zur medizinischen Versorgung transportiert werden. Von dort sollte er an Bord eines indischen Marineschiffes nach Mauritius gebracht werden.

Auch Tomys Frau Urmi äußerte sich erleichtert: Ihr Mann sei ein erfahrener Segler, bei langen Fahrten seien sie stets via Satellit oder Chat in Kontakt. „Die Trennung auf dieser Reise war hart. Aber alles was jetzt zählt, ist seine unversehrte Rettung“, sagte sie der indischen Zeitung „Business Standard“.

Das Golden Globe Race ist eine 30 000 Seemeilen lange Weltumrundung. Die Segler wollen dabei ein legendäres Rennen von 1968 wiederholen: Sie nutzen Nachbauten der damaligen Boote und haben bis auf Kommunikationsgeräte keine moderne Technik an Bord. Tomys Yacht „Thuriya“ ist ein Nachbau des Schiffs des Briten Robin Knox-Johnston, der das erste Rennen vor 50 Jahren gewonnen hatte.

(afp)

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