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Hurrican Irma wütet in der Karibik: Stärkster Wirbelsturm aller Zeiten

„Irma“ ist der wahrscheinlich größte jemals gemessene Wirbelsturm. Gerade zerstört der Hurrikan die Urlaubsparadiese in der Karibik. Und Florida geht auch schon in Deckung. Die ersten Evakuierungen in dem beliebten Ferienstaat sind angelaufen.
Nichts wie weg: Einige Haitianer versuchen sich vor dem Hurrikan noch in Sicherheit zu bringen. Bilder > Foto: HECTOR RETAMAL (AFP) Nichts wie weg: Einige Haitianer versuchen sich vor dem Hurrikan noch in Sicherheit zu bringen.
Puerto Rico/Santo Domingo. 

Der Rekord-Hurrikan „Irma“ hat in der Karibik mindestens zehn Menschen das Leben gekostet und nimmt nun Kurs auf das dicht besiedelte Florida. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde zerstörte der stärkste je gemessene Atlantik-Sturm am Mittwoch fast alle Gebäude auf mehreren Inseln.

In Puerto Rico führte „Irma“ zu einem Stromausfall bei zwei Drittel der rund eine Million Einwohner. Am Donnerstag passierte der Sturm die Dominikanische Republik und Haiti und zieht nun weiter über die Bahamas nach Kuba.

Fast alle Häuser zerstört

Am Wochenende wird „Irma“ in Florida erwartet. Den USA droht damit innerhalb von zwei Wochen nach „Harvey“ der zweite verheerende Hurrikan. „Wir sind nach Barbuda geflogen und haben völlige Verwüstung gesehen“, sagte der Ministerpräsident des karibischen Inselstaates Barbuda und Antigua, Gaston Browne, der BBC. Neunzig Prozent der Häuser seien beschädigt oder zerstört, die Hälfte der 1800 Bewohner obdachlos.

Fernsehbilder aus dem französischen Überseegebiet Saint Martin zeigten im Hafen aufgetürmte Jachten und überflutete Straßen und Wohnungen. Allein in diesem französischen Teil der Insel St. Martin starben mindestens sechs Menschen. Die Zahl der Todesopfer dürfte nach Angaben der Behörden aber noch steigen.

Nachdem „Harvey“ 60 Menschen das Leben gekostet und Schäden von bis zu 180 Milliarden Dollar angerichtet hatte, riefen die US-Behörden wegen „Irma“ erneut den Notstand. Sie begannen mit der Evakuierung der Küste Georgias sowie der Südspitze von Florida. Sie forderten alle Touristen auf, die Urlaubsregion Florida Keys zu verlassen. Insgesamt könnten zunächst bis zu 100 000 Menschen ihre Häuser räumen müssen. Airlines sagten Flüge in der Region ab. Auch das Feriendomizil „Mar-a-Lago“ von Präsident Donald Trump könnte von „Irma“ heimgesucht werden.

In Erwartung einer Störung der US-Ölproduktion durch „Irma“ decken sich Anleger mit dem Rohstoff ein. „Irma“ ist dem Nationalen Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA zufolge der stärkste Hurrikan, der jemals außerhalb der Karibik und des Golfs von Mexiko verzeichnet wurde. „Der Wind, den wir hier erleben, ist stärker als jeder, den wir bisher hier erlebt haben“, sagte Gouverneur Ricardo Rossello dem Sender CNN. „Wir erwarten große Schäden. Kuba könnte am Freitag direkt von „Irma“ getroffen werden. Die Behörden sprachen eine Warnung für die zentralen und östlichen Inselteile aus. In der Hauptstadt Havanna bildete sich Schlangen vor Geschäften und Tankstellen, wo sich Einwohner mit Lebensmitteln und Benzin versorgen wollten. Die kubanische Regierung teilte mit, zahlreiche Touristen – die meisten Kanadier – würden auf Drängen der kanadischen Regierung ausgeflogen.

Die nächsten folgen schon

Mit „Katia“ und „Jose“ bildeten sich am Mittwoch bereits zwei weitere Hurrikans. US-Meteorologen erwarteten allerdings nicht, dass „Katia“ das US-Festland erreichen wird. „Jose“ könnte dagegen der Spur der Verwüstung von „Irma“ folgen. Floridas Gouverneur Rick Scott zufolge könnte „Irma“ schwerere Schäden anrichten als der Wirbelsturm „Andrew“ 1992 – bis heute einer der teuersten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA.

In Key West an der äußersten Spitze der Inselkette Florida Keys waren die Straßen den örtlichen Behörden zufolge bereits menschenleer und 90 Prozent der Geschäfte geschlossen. Auch die Polizei und Einsatzkräfte würden den bei Touristen beliebten Ort verlassen, sagte Bezirksverwalter Roman Gastesi. „Wenn Sie bleiben, sind sie auf sich allein gestellt.“

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