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Diskussion über zu viel Zucker in Limonaden: Süße Getränke: „Lasst den Verbraucher wählen“

Was haben diese Erfrischungsgetränke wohl alle gemeinsam? Was haben diese Erfrischungsgetränke wohl alle gemeinsam?
Frankfurt. 

In der Diskussion über zu viel Zucker in Limonaden schlägt der hessische Mineralwasserproduzent Rhönsprudel vor, den Verbraucher entscheiden zu lassen, was er trinkt. „Auf jeder Flasche steht genau, wie viel Zucker enthalten ist. Jeder kann also sehen, was er zu sich nimmt“, sagt der Marketingleiter von Rhönsprudel, Jürgen Bühler, dieser Zeitung.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte am Mittwoch eine Studie vorgestellt und beklagt, dass mehr als die Hälfte der Erfrischungsgetränke in Deutschland etwa vier Stück Würfelzucker je Glas (250 Milliliter) enthält. Die Organisation fordert eine Strafsteuer auf Limonaden, Schorlen, Brausen oder Energiedrinks mit zu viel Zucker, denn diese machten dick und förderten Fettleibigkeit und den Typ-2-Diabetes.

Bilderstrecke So viel Zucker ist in Cola, Limos und Säften. Die Foodwatch-Studie
Was haben diese Erfrischungsgetränke wohl alle gemeinsam?Sie enthalten alle viel Zucker.
foodwatch hat erstmals den Markt der „Erfrischungsgetränke“ umfassend untersucht. Das Ergebnis: 274 von 463 Produkten enthalten mehr als 5 Prozent Zucker – das sind mehr als 4 Würfelzucker je 250ml-Glas. Der Großteil des Angebots ist also so zuckrig, dass Hersteller in Großbritannien dafür Gesundheitsabgaben leisten müssen. Zuckergetränke fördern nachweislich die Entstehung von Fettleibigkeit und Typ-2-DiabetesAnd the winner is...
Das Produkt mit dem höchsten Zuckergehalt im Test ist der Energy Drink „Rockstar Punched Energy + Guava“ von PepsiCo (16 Prozent). In einer 500ml-Dose stecken 78 Gramm Zucker beziehungsweise 26 Stück Würfelzucker. Das ist drei Mal so viel, wie die WHO pro Tag empfiehlt – und 50 Prozent mehr als in der gleichen Menge Coca-Cola classic.

Auf der Foodwatchliste mit „stark erhöhtem Zuckergehalt“ steht eine Limonade von Rhönsprudel: der „Bio-Rhöni Cola-Mix“ mit einem Zuckeranteil von 9,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Marketingleiter Bühler bestätigt diesen Wert. Er hält die Foodwatch-Kampagne nicht für verkehrt, um auf Fragen der Ernährung aufmerksam zu machen. Eine Strafsteuer für Limonaden fände er aber problematisch. „Dann müssten man auch Bonbons oder Süßspeisen in den Blick nehmen“, sagt er.

Röhnsprudel mit Sitz in Ebersburg nahe Fulda verkauft zum überwiegenden Teil Mineralwasser. Ein wichtiges Geschäftsfeld sind zudem Fruchtschorlen. Man habe festgestellt, dass es viele Verbraucher weniger süß wollten, sagt Bühler. Man habe eine Schorle mit nur 35 Prozent Saftanteil und entsprechend mehr Wasser als gewöhnlich im Angebot, die sich gut verkaufe. „Dieses Segment wächst.“ sew

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