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"The Machine" triumphiert: Tim Wiese feiert erfolgreiches Debüt im Wrestling

Von In der Münchener Olympiahalle feierten junge Fans und Prominente den ehemaligen Fußball-Nationaltorwart als Wrestler. Wiese zeigte, was er gelernt hat, und schickte seine Gegner auf die Bretter.
Tim Wiese. Foto: Soeren Stache (dpa) Tim Wiese.
Frankfurt/München. 

Wie die Zeiten sich ändern. Vor zehn Jahren musste sich Tim Wiese, damals noch als Keeper in den Diensten des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, im Dortmunder Westfalenstadion Schmähgesänge anhören, die ihn als „geilste Frau der Welt“ bezeichneten. Und das nur, weil er mit einem grell-rosa Shirt im Tor stand.

Am Donnerstagabend stand Wiese dagegen im Mittelpunkt von Ovationen. Der ehemalige deutsche National-Torwart schüttelte Kinderhände, gab Jugendlichen Autogramme und ließ sich von 10 000 Fans feiern. Sie feuerten ihn mit „Wiese, Wiese“-Rufen an. Dabei heißt er jetzt „The Machine“, wenn er in den Ring steigt. Auch die Promis, die sich Wieses neue Sportkarriere als Profi-Wrestler in der Münchener Olympiahalle nicht entgehen lassen wollen, sind in Scharen gekommen. Torsten Frings, Wieses ehemaliger Fußball-Kollege in Bremen, ist genauso dabei wie die Sky-Sports-Moderatorin Sarah Valentina Winkhaus, die sich auch einmal für den Playboy entblätterte.

Matador Wiese erscheint an diesem Abend mit Jeans, weißem Muskel-Shirt und modischen Turnschuhen. Trotzdem gab sich der 129-Kilo-Mann überaus sportlich und schlagfest. An die spektakulären Flugmanöver mancher Wrestler – etwa vom dritten Ringseil herunter – kam Wiese aber noch nicht heran. Mit an seiner Seite waren die erfahrenen Wrestler Cesaro und Sheamus. Das Wiese-Trio gewann ein „Sechs-Mann-Match“ gegen drei Gegner, die sich „The Shining Stars and Bo Dallas“ nannten.

Die Dramaturgie des Wrestling-Fights: Nachdem Wiese ein paarmal über die Matte geschoben und einmal vom Ring in den Graben geschubst worden war, durfte der Ex-Keeper selbst zweimal einen Gegner hochheben und niederschleudern. Selbst den sogenannten Finishing Move gestattete die World Wrestling Entertainment (WWE), die die Showveranstaltungen seit Jahrzehnten erfolgreich inszeniert und durchorchestriert, dem Newcomer: Wiese sprang dafür in die Luft und landete auf dem am Boden liegenden Gegner. „Splash“ heißt dieser Sprung in der Wrestler-Szene.

Sascha Döberin ist Abteilungsleiter Wrestling beim Frankfurter Sportclub SG Sossenheim und hat sich Wieses Auftritt, für den dieser rund 300 000 Euro bekommen haben soll, angeschaut. „Der Hype, den Wiese ausgelöst hat, war klar beim Publikum zu erkennen. Auch seine sportlichen Leistungen im Ring waren gut“, so Döberin. Lob gab es von ihm auch für die Manager der WWE, die Wiese dramaturgisch gut eingesetzt hätten. Jetzt hofft Döberin, dass Wiese unter Beweis stellt, dass sein Auftritt in der Wrestler-Szene kein PR-Gag war, sondern dass er weiter im Ring steht.

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