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Pokémon Go, Island und fleischlose Wurst: Trends 2016: Das Jahr der Monsterjagd

Von So viele Trends, so wenig Zeit: Wer in diesem Jahr ganz vorne mit dabei sein wollte, musste sich entscheiden: Craft Beer trinken? Mit Pokémon Go auf der Straße nach Monstern suchen? Oder vielleicht doch lieber zu Hause mit dem Thermomix kochen? Manchmal ging es aber auch ums Stillhalten. Denn wer eine Modeerscheinung mitmachen wollte, durfte dabei nicht mal niesen.
Blick nach unten, aber wenigstens gehen sie mal vor die Tür: Pokémon-Go-Spieler suchten mit ihren Smartphones an öffentlichen Plätzen nach Monstern. Bilder > Foto: Piroschka Van De Wouw (ANP) Blick nach unten, aber wenigstens gehen sie mal vor die Tür: Pokémon-Go-Spieler suchten mit ihren Smartphones an öffentlichen Plätzen nach Monstern.
Frankfurt. 

Das Jahr geht zu Ende, und mancher weiß immer noch nicht, ob er 2016 im Trend gelegen hat. Schließlich wechselt das, was angesagt ist, ziemlich schnell. Daher noch kurz vor Schluss ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick auf die Trends 2016.

Pokémon Go: Virtuelle Monster in realer Umgebung jagen, die sonst niemand sieht – das hätte früher wohl eher als Ausdruck einer psychischen Störung gegolten. Aber im Sommer 2016 ist dieses Prinzip die Grundlage eines angesagten Smartphone-Spiels von Nintendo. Positiver Nebeneffekt: Viele Stubenhocker, die sonst nur vor dem Computer sitzen, gehen endlich mal nach draußen. Pokémon Go wird Hunderte Millionen Mal heruntergeladen, der Hype ist groß – und irgendwann wieder vorbei. Immerhin: Bei der Google-Liste des weltweit meistgesuchten Begriffs landet Pokémon Go in diesem Jahr noch vor dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump.

Thermomix : Eigentlich ist es nur eine Küchenmaschine – und ihre neue Version, der TM5, ist schon seit zwei Jahren populär. Doch 2016 erreicht der Hype um den Thermomix von Vorwerk eine neue Stufe. Verkaufspartys, Thermomix-Zeitschriften und die „Thermifee“ auf YouTube machen die Maschine zu einer Art Lifestyle-Phänomen. Neue Vorwerk-Filialen eröffnen in den Städten. Schon vor dem Weihnachtsgeschäft spricht die Firma von 429 Millionen Euro Umsatz jährlich. Allerdings scheiden sich die Geister an dem etwa 1200 Euro teuren Gerät: Die einen lieben es. Die anderen sagen, analog zur Kritik an des „Kaisers neuen Kleidern“: Das ist doch gar kein Kochen.

Veggie-Wurst: Nach etlichen Lebensmittelskandalen essen viele Bundesbürger weniger Fleisch, der Absatz von vegetarischen und veganen Lebensmitteln steigt. Allein mit Fleisch- und Wurstersatz machte der Lebensmittel-Einzelhandel schon 2015 mehr als 150 Millionen Euro Umsatz. Doch 2016 wird daraus plötzlich eine politische Diskussion. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will Fleischbezeichnungen für vegetarische Lebensmittel verbieten. Die Abwehrschlacht der Fleischindustrie scheint eröffnet, es geht um die Wurst.

Drohnen: Schon auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas im Januar surrten Drohnen laut in riesigen Netzkäfigen. Und die neuen Luftroboter, die Nutzlasten tragen, Pakete absetzen, Fotos schießen und Videos drehen können, kommen auch im deutschen Alltag an. Derzeit werden rund 400 000 Drohnen hierzulande genutzt. Und nach Schätzung des Geschäftsführers der Deutschen Flugsicherung (DFS), Klaus-Dieter Scheurle, wurden zu Weihnachten weitere 100 000 Fluggeräte verschenkt. Es wird also bald eng in der Luft.

Craft Beer: Bier ist der neue Wein – zumindest wenn es darum geht, sich als Kenner aufzuspielen. Das hochwertige Bier aus Handwerksbrauereien wird in trendigen Geschäften verkauft. Statt der bekannten Marken gibt es dann etwa ein exotisches fruchtig schmeckendes, hopfenreiches Pale Ale. Vermutlich heißt es dann bei der Verkostung einiger Sorten auch bald: Leichte Schaumkrone im Abgang.

Playmobil-Luther: Das Reformationsjahr 2017 wirft bereits 2016 seine Schatten voraus. Einen sehr kleinen Schatten allerdings. Die Martin-Luther-Figur von Playmobil wird zum Verkaufsschlager. Der Reformator aus Plastik ist die meistverkaufte Einzelfigur der gesamten Spielreihe, heißt es. 500 000 Stück fanden bereits einen Abnehmer. Und in deren Regal steht er nun und kann nicht anders.

Island: Viele Reiseziele scheiden für besorgte Urlauber 2016 aus – etwa die Türkei oder Nordafrika. Davon profitiert ein Land am nordwestlichen Rande Europas, das nicht nur mit spektakulärer Natur, sondern im Sommer auch noch mit seiner sympathischen Fußballmannschaft punktet: Island. Viele deutsche Touristen genießen die tolle Stimmung in dem Land, in dem selbst an der Hot-Dog-Bude der Fußball-Schlachtruf „Hu!“ gerufen wird. Rund 1,7 Millionen Urlauber kommen auf die Insel – so viele wie noch nie.

Mannequin Challenge: „Zappelphilipp“ war gestern – heute heißt es Stillstehen. Zumindest bei der „Mannequin Challenge“. Dabei posieren Menschen in einem Standbild, dürfen sich nicht bewegen oder auch nur niesen. Davon wird dann ein Video gedreht und gepostet. Klingt nicht gerade aufregend, begeistert aber trotzdem viele: So froren bei der Holzfäller-Weltmeisterschaft in Stuttgart sogar 5000 Menschen ihre Bewegung ein. Vielleicht geht dieser seltsame Trend in den kommenden Wintermonaten weiter. Dann geht Einfrieren erfahrungsgemäß noch wesentlich leichter.

Diskutieren Sie mit! Welcher dieser Trends war für Sie der wichtigste des Jahres? Oder haben Sie noch einen ganz anderen ausgemacht? Schicken Sie Ihre Antworten an online@fnp.de

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