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Überführung von Germanwings-Opfern verspätet sich

Die deutschen Opfer der Germanwings-Katastrophe sollten eigentlich bald nach Deutschland übergeführt werden. Doch der geplante Termin hat sich zerschlagen. Für viele Angehörige ist das ein weiterer Rückschlag.
Mehr als zwei Monate nach der Germanwings-Katastrophe mit 150 Toten verzögert sich die Überführung der deutschen Opfer. Foto: Guillaume Horcajuelo/Archiv Mehr als zwei Monate nach der Germanwings-Katastrophe mit 150 Toten verzögert sich die Überführung der deutschen Opfer. Foto: Guillaume Horcajuelo/Archiv
Köln. 

Mehr als zwei Monate nach der Germanwings-Katastrophe mit 150 Toten verzögert sich die Überführung der deutschen Opfer.

Die Muttergesellschaft Lufthansa teilte den Angehörigen mit, die Vorbereitungen seien wegen „neuer behördlicher Vorgaben vorübergehend unterbrochen”, wie der Kölner „Express” (Donnerstag) berichtete.

Germanwings-Sprecher Heinz Joachim Schöttes bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch diese Informationen. In dem Schreiben an die Angehörigen hieß es weiter: „Es tut uns leid, dass wir vor diesem Hintergrund eine Überführung in der kommenden Woche nicht mehr ermöglichen können.”

Dem „Express” zufolge gab es Fehler bei den Übersetzungen der Sterbeurkunden aus dem Französischen, womit sie ungültig geworden seien. Die Panne, bei der es unter anderem um falsche Angaben zu Geburtsdaten gegangen sei, fiel den Behörden demnach erst am Montag auf.

Schöttes sagte der dpa: „Es tut uns sehr leid und uns ist bewusst, wie sehr die Hinterbliebenen auf die Rückführungen warten. Deswegen bemühen wir uns um eine schnellstmögliche Lösung.” Einen Zeitpunkt könne er aber noch nicht nennen. Mehrere Angehörige reagierten laut Kölner „Express” verärgert: In einigen Fällen habe es bereits Planungen für die Beisetzungen in Deutschland gegeben.

Der Germanwings-Airbus A320 war am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen zerschellt. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Copilot den tödlichen Sinkflug mit Absicht eingeleitet, während der Pilot nicht im Cockpit war. Alle 150 Insassen starben. Der Copilot soll psychische Probleme gehabt haben.

(dpa)
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