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Viele Verletzte: Lastzug rammt Straßenbahn

Der Unfallort ist ein Trümmerfeld. Der Aufprall eines schweren Lasters reißt in Karlsruhe das Fahrgestell einer Straßenbahn ab - und hebt den letzen Waggon aus den Gleisen. Es gibt viele Verletzte. Warum war der Lkw auf den Schienen?
Bei einem Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Lkw sind in Karlsruhe mindestens zehn Menschen verletzt worden. Foto: Uli Deck Bei einem Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Lkw sind in Karlsruhe mindestens zehn Menschen verletzt worden. Foto: Uli Deck
Karlsruhe. 

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lastzug und einer Straßenbahn in Karlsruhe sind neun Menschen verletzt worden. Der 37 Jahre alte Fahrer eines Lastwagens mit Containerladung und Anhänger war am Morgen mit großer Wucht seitlich in den letzten Waggon einer Straßenbahn geprallt.

Der Mann habe sich selbst aus dem zertrümmerten Führerhaus befreien können und sei nur leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In der Straßenbahn wurden acht Fahrgäste verletzt, einer davon schwer. Wie viele Menschen in dem Zug saßen, war zunächst unklar.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot herbeigeeilt. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Durch den Aufprall wurde die Seite des gelben Straßenbahnwaggons eingedrückt und das hintere Fahrgestell abgerissen. Die Beifahrerseite des Lastwagen-Führerhauses wurde völlig zusammengepresst und zerfetzt.

Die Kreuzung zwischen der Straße und der zweigleisigen Straßenbahntrasse ist mit einer Ampelanlage und Andreaskreuzen gesichert. Ob die Technik einwandfrei funktionierte, werde untersucht, sagte ein Polizeisprecher. Warum der Lastwagenfahrer die kreuzende, auffällig gelb und grün lackierte Straßenbahn am Ende einer langgezogenen Kurve nicht gesehen hatte, war zunächst unklar.

Neben Plastik-, Glas- und Blechteilen lagen am Morgen noch der Kaffeebecher des Fahrers und persönliche Gegenstände meterweit verstreut auf dem Asphalt. Niemand war eingeklemmt, alle Verletzten konnten problemlos aus den Fahrzeugen befreit und versorgt werden. Die Bergungsarbeiten sollten nach ersten Informationen bis in die Nacht zum Samstag dauern. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund eine Million Euro.

(dpa)
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