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Scheidungsdrama unter Verschluss: Was ist passiert seit der Trennung von Angelina Jolie und Brad Pitt vor einem Jahr?

„Brangelina“ – das ist seit einem Jahr vorbei. Im vorigen September reichte Angelina Jolie die Scheidung von Brad Pitt ein. Was ist aus dem Rosenkrieg des früheren Traumpaares geworden?
Ein Bild aus glücklicheren Tagen, oder doch nicht? Foto: Peter Foley (EPA) Ein Bild aus glücklicheren Tagen, oder doch nicht?
Los Angeles. 

Für Jahre waren sie Hollywoods Traumpaar, dann plötzlich wurde klar: Es ist aus mit „Brangelina“. Ein Jahr ist die Trennung von Angelina Jolie (42) und Brad Pitt (53) nun schon her. Nur selten war Jolie seither gemeinsam mit ihren sechs Sprösslingen in der Öffentlichkeit zu sehen. Familienfotos mit dem Vater gab es gar keine mehr.

Das Aus nach elf gemeinsamen Jahren und zwei Jahren Ehe hatte viele Menschen bewegt. Es geschehe „zum Wohl der Familie“, so die knappe Mitteilung von Jolies Team. In ihrem Scheidungsantrag trug sie den 15. September als Datum für die Trennung ein. „Ich bin sehr traurig darüber, aber was am meisten zählt, ist das Wohlbefinden unserer Kinder“, ließ das Pitt-Lager verlauten.

Zum Wohl der Kinder

Zum Wohl der Kinder wollten sie die Scheidung unter Ausschluss der Öffentlichkeit abwickeln, hatten die Eltern im vorigen Januar in ihrer ersten gemeinsamen Erklärung seit der Trennung verkündet. Sämtliche Gerichtsdokumente wollten sie vertraulich behandeln. „Diese Angelegenheiten können sich sehr lange hinziehen“, erklärt die New Yorker Scheidungsanwältin Jacqueline Newman. „Ich gehe davon aus, dass sie im Sorgerechtsstreit Fortschritte gemacht haben, vielleicht ist sogar schon ein Deal ausgehandelt.“

Newman, die selbst Promi-Klienten vertritt, ist mit ihrer Kanzlei nicht an der Jolie-Pitt-Scheidung beteiligt. „Es fing alles sehr hässlich an, doch dann haben sie schnell einen Weg gefunden, den anderen nicht öffentlich schlecht zu machen“, sagt Newman über den schlagzeilenträchtigen Fall.

In den anfänglichen Rosenkrieg wurden sogar die US-Bundespolizei FBI und ein Jugendamt eingeschaltet. Es ging um eine angebliche Auseinandersetzung während eines Fluges, als der Schauspieler mit seinen Kindern unterwegs war. Die Untersuchungen wurden nach wenigen Wochen eingestellt, Pitt wurde nicht belangt.

Doch der Sorgerechtsstreit um die drei leiblichen und drei adoptierten Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren ging weiter. Jolie pochte darauf, dass die Kinder in der Obhut der Mutter bleiben und ihren Vater nur bei Besuchen sehen. Pitt strebte eine gemeinsame Sorgerechtsregelung an.

Zu gleichen Teilen

Im Februar schlug Jolie erstmals versöhnlichere Töne an. „Es war eine sehr schwierige Zeit. Aber wir sind eine Familie“, sagte sie. Pitt brach im Mai sein langes Schweigen. Er wolle nun ein gesünderes Leben führen und mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen.

Scheidungsanwältin Newman geht davon aus, dass sich Pitt ein gemeinsames Sorgerecht zu gleichen Teilen wünscht. Jolie dringe vermutlich auf mehr Zeit mit dem Nachwuchs für sich, mutmaßt die Anwältin. Das Millionenvermögen des Paares dürfte aus ihrer Sicht leichter zu teilen sein. Sie geht von einem Ehevertrag aus, der regelt, was jedem Ex-Partner zusteht. Eine Promi-Trennung im Rampenlicht sei immer schwierig, meint Newman. Doch wenn Kinder mit im Spiel seien, würden sich viele Paare besonders Mühe geben.

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