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Aktion: Welt-Mädchentag: pinkfarbene Gebäude, problematische Zahlen

Mädchen werden in weiten Teilen der Welt benachteiligt. Um ein Zeichen am Weltmädchentag - dem 11. Oktober - zu setzen, leuchteten bekannte Gebäude in vielen Städten pinkfarben.
Die Hamburger Petrikirche wird zum Welt-Mädchentag pinkfarben illuminiert. Foto: Axel Heimken Die Hamburger Petrikirche wird zum Welt-Mädchentag pinkfarben illuminiert.
Berlin. 

Berlins Funkturm, das Ulmer Münster oder Hamburgs Sankt-Petri-Kirche: Zum Welt-Mädchentag sind zahlreiche Gebäude in Deutschland und anderen Staaten in Pink erstrahlt.

Mit der Aktion, bei der allein in Deutschland in rund 30 Städten bekannte Gebäude beleuchtet werden sollten, will das Kinderhilfswerk Plan International auf die fehlende Gleichberechtigung weltweit aufmerksam machen. „Das ist ein starkes Signal für die Bildung und Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen auf dieser Welt”, sagte Geschäftsführerin Maike Röttger.

Parallel zu der Beleuchtungsaktion übernehmen Mädchen weltweit für einen Tag Führungspositionen in Politik und Gesellschaft und verschaffen sich so Gehör für ihre Belange. Zu den in Deutschland pink angestrahlten Gebäuden gehörten den Angaben zufolge auch das Holstentor in Lübeck und das Karlstor in München.

Weltweit gehen 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule und haben so kaum eine Chance, ihre Rechte wahrzunehmen und ein Leben ohne Armut zu führen. Die Vereinten Nationen erklärten den 11. Oktober zum Welt-Mädchentag. Der von Plan International initiierte Aktionstag wurde erstmals 2012 begangen.

Bundesfamilienministerin Katarina Barley sieht im Welt-Mädchentag einen wichtigen Anlass, um auf die „unhaltbare Situation” vieler Mädchen aufmerksam zu machen.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children werden weltweit 7,5 Millionen Mädchen illegal frühverheiratet. Weitere 100 Millionen hätten in ihren Heimatländern keinen rechtlichen Schutz vor einer Kinderehe.

Die SOS-Kinderdörfer wiesen darauf hin, dass in manchen Ländern die Benachteiligung für Mädchen sogar lebensbedrohlich sei. „In Indien werden immer noch weibliche Föten abgetrieben und weibliche Babys getötet oder weggegeben. Auch die Genitalverstümmelung in Ländern wie Jemen, Senegal oder Sudan hat schreckliche Folgen für das gesamte Leben dieser Mädchen”, sagte Gitta Trauernicht, Vizepräsidentin der SOS-Kinderdörfer laut Mitteilung.

Bei der Gleichstellung der Geschlechter ist Deutschland indessen gemäß einer neuen EU-Untersuchung nur Mittelmaß. Im Index für 2017, den das Europäische Institut für Geschlechter-Gleichstellung in Brüssel vorlegte, kam die Bundesrepublik unter allen 28 EU-Ländern im Gesamt-Ranking auf den zwölften Platz.

Abgerutscht ist Deutschland nach den Berechnungen des EU-Instituts bei der Bildung: Vor allem wegen der großen Unterschiede bei der Fächerwahl von Studentinnen und Studenten kam das Land nur noch auf Platz 25, hinter Estland und vor Rumänien.

(dpa)
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