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Trend & Lifestyle: Wildwuchs unter den Armen: Achselhaar kommt bei Promis in Mode

Ob Madonna, ihre Tochter Lourdes, Miley Cyrus oder die Mutter von Leonardo DiCaprio: Immer mehr prominente Frauen posieren in der Öffentlichkeit mit unrasierten Achseln. Ein Trend auch bei Normalbürgern?
Typisch 80er: Nenas unrasierte Achseln sind legendär. Typisch 80er: Nenas unrasierte Achseln sind legendär.
Frankfurt. 

Madonna und ihre Tochter Lourdes setzen Modetrends. Nicht nur in Sachen Bekleidung. Sowohl Mutter als auch Tochter zeigen auf Fotos stolz ihre Haarpracht – neuerdings in erster Linie die unter ihren Achseln. Brandneue Schnappschüsse von der 20-jährigen Tochter der Königin des Pop sorgen gerade für Schlagzeilen: Die schwarzhaarige junge Frau sonnt sich mit Freunden im Bikini am Strand von Florida – und hebt den Arm, unter dem sich deutlich der dunkle Flaum kräuselt. Mutter Madonna postete unlängst ein Foto ihrer behaarten Achseln auf Instagram und fügte hinzu: „Long hair…… Don’t care!!!!!“.

 

Long hair...... Don't Care!!!!!! #artforfreedom #rebelheart #revolutionoflove

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Wildwuchs sei wieder en vogue und Achselhaar das „must have der Saison“, liest man in Promi-Magazinen und auf Internet-Plattformen. Ob pink gefärbt wie der Achselteppich von Pop-Göre Miley Cyrus (24) oder mit Strasssteinen verziert: Haare unter dem Arm, so scheint es, sind zumindest bei den Stars kein Tabu mehr, sondern ganz im Gegenteil ein modisches Statement.

Lieber glatte Haut

Doch folgt auch Otto Normalverbraucher dieser von den Medien ausgerufenen haarigen Modewelle? Tobias Ebert, Inhaber des Frankfurter Studios Wax in the City, sagt ganz deutlich: nein. „Bei uns kommt dieser Trend gar nicht an.“ In seinem Studio habe er trotz zunehmend behaarter Promis noch keine Veränderung feststellen können. „Der Trend geht immer noch zu glatter Haut und Wohlfühlgefühl.“ Mit Haaren an den falschen Stellen könne er sich auch persönlich nicht wohlfühlen, so Ebert, ebenso wenig wie seine Kunden: „Haare gehen für mich gar nicht.“

Auch seine Kollegin Nana Nkrumah, Sprecherin der Enthaarungsstudios Wax in the City, bestätigt: „Bei uns ist es der gegenläufige Trend. Nämlich, dass alles wegkommt.“ Dies beträfe auch die kürzlich ausgerufene Renaissance der wuchernden Schambehaarung. So trugen etwa Schaufensterpuppen bei dem Label „American Apparel“ in New York unter transparenter Unterwäsche eine deutlich sichtbare Matte im Intimbereich.

„Ich habe bei Achselbehaarung immer gleich Nena mit 99 Luftballons im Kopf“, sagt Haarentfernungsexperte Tobias Ebert. Schon in den 80er Jahren sorgte die deutsche Sängerin bei einem Fernsehauftritt mit unrasierten Achseln für Gesprächsstoff, obwohl Körperbehaarung noch nicht so verpönt war wie einige Jahre später. Sportlerinnen wie die Leichtathletin Heike Drechsler jubelten damals ganz selbstverständlich mit Wolle unter den Armen. „Die Haare wachsen noch schneller, werden dicker etc.“, solche Vorbehalte hielten viele Frauen von der Haarentfernung ab, und in der Hippie-Ära war Körperbehaarung ohnehin noch gang und gäbe. Doch in den 90ern änderte sich diese Haltung: Mit Yuppies, Internetpornos und Waxing-Kultur verbreitete sich der Trend zum haarlosen Körper.

Befreites Frauenbild

Doch was bringt weibliche Stars dazu, dem Rasurdiktat ihre haarige Achsel entgegenzusetzen? Ziel der Anhängerinnen sei es, ein Frauenbild jenseits von Tabus und Normen zu etablieren, sagt etwa Roxie Hunt aus den USA. Die 30-Jährige Haar-Stylistin begann Achselhaare zu färben und legte auf Twitter den Hashtag #freeyourpits an: „Befrei deine Achselhöhle“. Ein emanzipatorischer Akt also? Tobias Ebert glaubt nicht daran. „Ich weiß ja nicht, ob Madonnas Tochter das nötig hat, aber das ist ein Thema, das heraussticht, um Presse zu bekommen.“

Zumindest im Fall der Pop-Sängerin Miley Cyrus, die den Rasierer auch schon eine Weile links liegen lässt und sich die Achselhaare tönt, gehört Provokation zum Geschäft, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Als sich auch erstmals in Heidi Klums Fernsehshow „Germany’s Next Top Model“ eine Kandidatin mit unrasierten Achseln auf den Laufsteg wagte, erwiderte die auf die verblüffte Nachfrage von Model-Mama Klum nach den „langen Haaren unter den Achseln“ schlicht: „Ich finde die schön.“

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